Beim neuen NDR Faktenchecker-Format „Rabbit Hole“ moderiert eine Antifa-Sympathisantin
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Das Faktenchecker-Netzwerk des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist seit dem 9. März um ein Format reicher. „Rabbit Hole“ nennt sich das neue Projekt, das Tagesschau und NDR explizit an ein junges Publikum richten. Nur bleiben die Inhalte eher oberflächlich – und werden ausgerechnet von einer Antifa-Sympathisantin vorgetragen.
„Wer durch seine Social-Media-Feeds scrollt, stößt schnell auf eine Flut von Desinformation und KI-generierten Inhalten. Was wirklich stimmt und was nicht, ist auf den ersten Blick kaum noch zu erkennen“, heißt es auf der Website des Norddeutschen Rundfunks. Für mehr „Klarheit“ und „Orientierung“ in der digitalen Welt habe man bei den Öffentlich-Rechtlichen daher das neue Faktenchecker-Format ins Leben gerufen. Zu sehen sind die Inhalte, die sich laut NDR primär an die Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen richten, bei YouTube auf dem Kanal der Tagesschau und in der ARD-Mediathek. Einen eigenen Kanal gibt es jedoch nicht.
Worum geht es bei den Faktencheckern?
Das Premierenvideo der Faktenchecker beschäftigt sich mit der Gefahr von sprechendem KI-Gemüse in Social Media. Herausgefunden werden soll, „wer wirklich hinter den KI-Videos steckt“. Vorgestellt wird dann ein Instagram-Kanal mit 70.000 Followern, der von sich behauptet, Ernährungstipps zu liefern. In einem gezeigten Beispielvideo geht es um eine Zimtstange, die verspricht: „Zimt, das beste Gewürz für die Insulinreaktion. Ein Teelöffel ist wirksamer als Medikamente.“
„Wirksamer als Medikamente?“, fragt der Moderator ungläubig, bevor er den Zuschauern unterbreitet, man habe beim Deutschen Institut für Ernährungsforschung nachgefragt, ob das wirklich stimmt. Die Antwort: „Kein Medikament kann Diabetes heilen oder Medikamente ersetzen.“ Im Gegenteil: „Man muss sogar aufpassen: Zu viel Zimt kann Nebenwirkungen haben. Diese Tipps sind einfach unwissenschaftlich.“

Zimtstange mit Diabetes-Heilsversprechen: Ob das wirklich jemand glaubt?
Überraschend! Dass Zimt weder Diabetes heilt noch Medikamente ersetzt, lässt sich innerhalb von 10 Sekunden mit Google herausfinden – im Video wird dafür extra das Deutsche Institut für Ernährungsforschung bemüht.
Moderiert wird die Folge von Johannes Runge. Als Journalist arbeitete er bereits für das ZDF-Format „Deutschland, warum bist du so?“, aktuell ist er außerdem Teil des „team.recherche“, dem Investigativ-Team der ARD-Politmagazine. Runge ist jedoch nicht der einzige Moderator des Formats. Unterstützung erhält er unter anderem von Chiara Battaglia, die den Zuschauern die zweite Folge präsentiert. Sie arbeitet bereits seit einigen Jahren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und ist aktuell außerdem Faktencheckerin beim Funk-Format FakeCheck und Host im Social-Media-Team von NDR Niedersachsen.

Battaglia in ihrer neuen Rolle als Moderatorin des „Rabbit Hole“.
„No Borders, No Nations“
Was der Zuschauer nicht über sie erfährt: Battaglia hegt offenbar Sympathien für das linksradikale Milieu. Auf ihrem privaten Instagram-Profil jedenfalls finden sich Postings, die das nahelegen. 2017 lud sie ein Bild hoch, das ein Antifa-Graffiti in Leipzig-Connewitz zeigt, auf dem zu lesen ist: „No Borders, no Nations“, dazwischen ist das Antifa-Logo zu sehen. Unter dem Beitrag setzte sie die Hashtags „#zone #antifascista“.

Aus Leipzig-Connewitz postete die Moderatorin dieses Foto. Darauf zu lesen: „No Borders, No Nation“.
Auf einem anderen Bild aus dem Jahr 2022 postete Battaglia, die sich selbst als „queer“ bezeichnet, ein Bild von sich, in dem sie eine Flagge in der Hand hält. Nachträglich hinzugefügt wurde ein Herz in Regenbogen- und Transfarbgebung, in dessen Mitte das Logo der linksradikalen Black-Lives-Matter-Bewegung prangt. Eine weitere Aufnahme, die sie mit der Unterschrift „Sommerfest“ versah, zeigt mutmaßlich geflüchtete Menschen – unter dem Bild findet sich der Hashtag #refugeeswelcome.
Das zweite Video unter der Überschrift „Iran: Wie Influencer den Krieg verdrehen“ beschäftigt sich mit gefälschten Videoinhalten aus dem Iran-Krieg. Zu diesem Thema „verbreiten sich voll viele falsche Storys, KI-Fakes oder Aufnahmen, die eigentlich ganz woanders herkommen“, leitet die Moderatorin Battaglia ein.

In der Hand hält Battaglia eine Fahne, auf die nachträglich nicht nur die Progress-Pride-Farben, sondern auch das Logo der Black Lives Matter-Bewegung zu sehen sind.
Um das zu glauben, „müsste man schon sehr naiv sein“
Im Video geht es dann unter anderem um Dubai-Influencer, die nach den Angriffen des Iran auf das Emirat Videos posteten, in denen sie sich in ihrer Wahlheimat immer noch sicher fühlen. „Ist ja schon ein komischer Zufall, oder“, fragt die Moderatorin.
Zum Glück ordnet ein Experte ein: „Da müsste man schon sehr naiv sein, um zu glauben, dass das jetzt ohne Beeinflussung ist.“ Wie naiv also die Zuschauer des Kanals, die ohne die Einordnung des Experten wohl nicht hätten abschätzen können, dass es sich bei den Videos um eine orchestrierte Kampagne des Emirats handelte.
Nicht zuletzt verwundert auch die Aufmachung. Mal werden die Moderatoren von oben gefilmt, mal von unten, mal mit wackelndem Kopf und direktem Blick in die Kamera. Die Dialoge wirken teils wie aus einer Reality-Serie für Jugendliche: „Das ist alles ganz schön krass. Alice, ich bin voll gespannt. Wie lief denn dein Beratungsgespräch? Bist du jetzt Premiumkundin, oder was?“, heißt es etwa im Video zu dem KI-Gemüse.
Ob die Videos bei den Jugendlichen ankommen? In ihrer Sprache formuliert sind sie zwar, von den Inhalten dürften allerdings die wenigsten jungen Menschen tatsächlich profitieren. Die ausgewählten Beispiele sind zu trivial, als dass sie einen echten Mehrwert im Umgang mit Social Media liefern würden – von der Auswahl möglichst neutraler Moderatoren mal ganz zu schweigen.
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