J.K. Rowling sagt, es gibt nur zwei Geschlechter: Ausgerechnet die Menschen, die durch sie zu Stars wurden, fallen der Britin in den Rücken
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Ihre sieben Harry Potter Bücher und acht Harry-Potter-Filme verzauberten Kinder auf der ganzen Welt und sorgten für Milliardenumsätze. In den Geschichten bedroht der finstere Lord Voldemort die Zaubererwelt mit seiner tödlichen Magie und verbreitet Angst und Zwietracht. Doch der bitterste Zauber liegt nicht in ihren Büchern, sondern auf dem Verhältnis zwischen Autorin J.K. Rowling und ihrem Cast: Denn ausgerechnet die Menschen, die durch sie zu Stars wurden, fallen der Britin jetzt in den Rücken:
Die Hauptdarsteller Daniel Radcliffe und Emma Watson sind inzwischen Multimillionäre. Doch sie wissen auch: Wer sich gegen den Zeitgeist stemmt, der läuft Gefahr, gecancelt zu werden.

Emma Watson und Daniel Radcliffe verdanken ihren Ruhm den Harry-Potter-Romanen von J.K. Rowling.
Joanne K. Rowling, deren Vermögen laut Sunday Times auf eine knappe Milliarde Pfund geschätzt wird, beweist, dass sich nur sehr reiche Menschen eine unbequeme Meinung leisten können. Vor allem auf X nimmt die 60-Jährige – anders als ein Großteil ihrer Kollegen – kein Blatt vor den Mund. Das gefällt vielen ihrer 14,4 Millionen Follower, sorgt aber auch für Shitstorms.

Joanne K. Rowling in einer Loge beim Royal-Ascot-Pferderennen
Dabei lautet ihre zentrale Aussage schlicht: Es gibt nur zwei biologische Geschlechter. Das reicht, um von Aktivisten als TERF bezeichnet zu werden – also als Feministin, die Transfrauen ausschließt. Die dreifache Mutter stellt sich immer wieder teils hysterischen Aktivisten entgegen. Und bringt ihren Cast in die Bredouille.
„Transfrauen sind Frauen“
Ralph Fiennes verteidigt Rowling gegenüber der New York Times: „Die verbalen Angriffe gegen sie sind widerwärtig, sie sind entsetzlich.“ Während die einen sie in Schutz nehmen, distanzieren sich die anderen öffentlich von Rowling – und zwar ausgerechnet die Schauspieler, die erst dank Rowling in Hollywoods A-Liga aufgestiegen sind: „Transfrauen sind Frauen“, erklärt Daniel Radcliffe 2020. Und Emma Watson postet im selben Jahr bei X: „Transpersonen sind, was auch immer sie fühlen. Sie verdienen es, ihr Leben zu leben, ohne ständig hinterfragt oder belehrt zu werden.“

Ralph Fiennes, der den Lord Voldemort spielte, verurteilt die Angriffe auf Rowling als „widerwärtig“.
Seit fünf Jahren sind die Fronten verhärtet. Vergangene Woche aber gab sich Emma Watson im Podcast „On Purpose“ von Moderator Jay Shetty versöhnlich und sprach sich dagegen aus, die Autorin zu canceln. Doch die schoss auf X nach: Watsons Aussage sei „eine Kehrtwende, die sie vermutlich vollzogen hat, weil sie bemerkt hat, dass eine lautstarke Verurteilung meiner Person nicht mehr ganz so angesagt ist wie früher“. Und weiter: „Ich war mit 14 keine Multimillionärin. Ich lebte in Armut, während ich das Buch schrieb, das Emma berühmt machte.“
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