„Rufmord“, „bodenlos“, „keine Ahnung“: ZDF-Moderator pöbelt gegen Kritiker Stegemann
Demut? Innere Einkehr? Reflektion? Fehlanzeige. Drei Tage nach dem Beitrag des Dramaturgen Bernd Stegemann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), in der er dem ZDF heute journal gezielte Manipulation vorwarf, antwortet das ZDF mit einem Rundumschlag. In einem Gastbeitrag für die FAZ schreibt der Leiter des heute journals, Wulf Schmiese, dass Stegemanns Behauptungen „etwas von Rufmord“ hätten.
Und außerdem: Die Vorwürfen seien „grund- und bodenlos“. Bei Stegemanns Essay handele es sich um einen „Angriff auf seriösen Nachrichtenjournalismus“, von jemandem, der „offensichtlich keine Ahnung“ hat.
Dem @heutejournal wurde Manipulation vorgeworfen. Das war grund- und bodenlos!! Es war ein Angriff auf seriösen Nachrichtenjournalismus generell - von jemandem, der offensichtlich keine Ahnung hat, was das ist. Hier die @zdf @zdfheute Replik via @faznet https://t.co/hrPb3udujb
— Wulf Schmiese (@wulfschmiese) August 12, 2023
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Stattdessen kommt Schmiese zum Urteil, dass der von Stegemann kritisierte Beitrag über die Zusammenarbeit zwischen der EU und Tunesien bei der Eindämmung der Migration, einwandfrei und makellos sei. Demnach sei es den Autoren Florian Neuhann und Moez Elbey „tadellos gelungen“, ein komplexes Thema verständlich darzustellen. „Stegemanns Unterstellungen der Manipulation richten sich demnach gegen sauberen Nachrichtenjournalismus als solchen. Sie sind haltlos.

Lange Zeit ein Gesicht des heute journal: Claus Kleber.
Am Ende kommt der Leiter des heute journals zum Schluss: „Es gibt keine versteckte Agenda beim „heute journal“, nur eine offene: journalistisch umfassend zu berichten – fair, kritisch und korrekt.“
In dem Gastbeitrag für die FAZ hatte Stegemann detailliert ausgeführt, wie das ZDF mit der Berichterstattung gezielt ein David-gegen-Golliath-Bild zeichne, bei dem die armen Flüchtlingen bösen EU-Chefs gegenüberstehen. Dieser Eindruck wird, so Stegemann, von Kameraführung, Dramaturgie und Musik unterstrichen.
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