Absurder Krimi aus der ARD-Albtraumfabrik Degeto: Rabbi und muslimische Kommissarin ermitteln, Täter ist ein Nazi-Polizist
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Möchten Sie einen Blick in die Gedankenhölle deutscher Drehbuchautoren für das öffentlich-rechtliche Fernsehen werfen? Ja, es kann schlimm werden, aber kommen Sie…
Diese Rezension beschäftigt sich mit dem Krimi „Schattenmord – Unter Feinden“, produziert von der UFA Fiction im Auftrag der ARD Degeto Film. Das klingt schon furchterregend, aber hören wir zunächst etwas über die Motivation der Drehbuchautorin: „Besonders am Herzen lag der Drehbuchautorin die Darstellung des Miteinanders verschiedener Religionen. Der Film zeigt die Beziehung und die alltägliche Zusammenarbeit zwischen Juden und Muslimen. Ihr klares Statement dazu: ‚Das ist keine Utopie. Das ist das wirkliche Leben – und entspricht meiner persönlichen Erfahrung in Deutschland.‘“
Und genau so sieht das aus, was hier für wohl an die zwei Millionen Euro gedreht wurde. Heldin ist die Hauptkommissarin Nadirah Abaza, arabischer Herkunft, jung und telegen. „Exzellente Vorarbeit!“, „Unentbehrliche Sprachkenntnisse!“, so wird sie schon zu Anfang gelobt, als sie mit dem SEK den Clankriminellen Ali Sakka (in seiner Paraderolle: Kida Khodr Ramadan) festnimmt.

Clanboss Ali Sakka (Kida Khodr Ramadan) war's nicht. Natürlich nicht.
Demokratieerziehung auf dem Friedhof
Auftritt des leitenden Oberstaatsanwalts Frank Leuw (Dani Levy), der sich gerade anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes in der Synagoge befindet. Er erzählt dem jungen Rabbi Samuel Rivkin (Garry Fischmann), dass er das Gefühl hat, verfolgt zu werden. Prompt wird er in der Nacht in seinem Haus erschossen. Hätte er mal nicht den Personenschutz abgelehnt!
Verdächtigt wird zunächst – natürlich – der Clan-Boss, aber der war es – ebenso natürlich – nicht. Zwischendurch wird der Zuschauer dezent gebrieft, was eine Demokratie ausmacht. Dialog auf Leuws Beerdigung:
Staatsanwältin: „Die Debatte ist ja die Essenz der Demokratie, nicht wahr?“ Witwe: „Es kommt auf die Debatte an – und wer sie führt.“ Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, dass eine Debatte nur zur Demokratie gehört, wenn die Teilnehmer befugt sind. Die Staatsanwältin findet es auch problematisch, dass man „eine Araberin in einem Mordfall an einem Juden ermitteln lässt“: „Ich möchte nicht, dass der Zentralrat mir die Hölle heißmacht.“ Würde er im wahren Leben doch bestimmt machen, oder?
Derweil betätigt sich der Rabbi heimlich als Ermittler und findet ein Notizbuch des Mordopfers, der „wie ein Vater“ für ihn war.
„Der Ausdruck ‚Ehrenmord‘ ist rassistisch!“
Der migrantische Drogenboss war es also nicht. Wer dann? Irgendwie scheint bei der Polizei etwas nicht zu stimmen. Der sichergestellte Computer wurde manipuliert, Waffen sind aus der Waffenkammer entwendet worden, was aber nicht kommuniziert wird. Und eine Polizistin lässt sich von ihrem Bruder ein Hitler-Meme schicken. Ja, so ist das bei der deutschen Polizei! Jedenfalls im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Wie sich herausstellt, hatte Leuw gegen ein rechtsextremes Netzwerk ermittelt, und jemand bei der Polizei will nicht, dass das herauskommt. Es ergeben sich Verbindungen zu einem cold case, einem unaufgeklärten Mord an einer Migrantin. Damals hatte die Polizei der Familie einen Ehrenmord unterstellt, klagt eine Angehörige, „es ist ja so einfach, Menschen in Schubladen zu stecken und vorzuverurteilen.“ Die Hauptkommissarin: „Ich weiß. Tut mir sehr leid, dass Sie diese Erfahrung machen mussten.“

Staatsanwalt Frank Leuw (Dani Levy) und der Rabbi, kurz vor seinem Tod.
Wenig später wird wieder belehrt: „Der Ausdruck ‚Ehrenmord‘ ist rassistisch!“, er verschleiere, dass alle zwei Tage eine Frau von einem Mann getötet werde: „Das sind Femizide! Nur ein Bruchteil davon sind sogenannte Ehrenmorde.“ Klingt, als habe sich die Kommissarin diese Sätze von Katrin Göring-Eckardt aufschreiben lassen. Vorurteile von Kartoffeln halt: „Die Frau war lesbisch und lebte mit einer Deutschen zusammen, das sah für mich ganz klar nach Ehrenmord aus!“, sagt die damalige Ermittlerin.
Rechte „Ambrosius Stiftung“ – man kann es sich nicht ausdenken
Die vielen Rechtsextremen in Polizei und Justiz sind schon schlimm, aber noch schlimmer ist die Sprecherin einer ganz besonders gefährlichen Institution, die im Film „Ambrosius Stiftung“ (Namensähnlichkeit mit einer gewissen Desiderius-Erasmus-Stiftung rein zufällig!) heißt und mehrmals vorkommt. Diesem rechten Thinktank war Leuw wohl auf der Spur. Dort führt eine adrett gekleidete Dame mittleren Alters das Wort, eine Unternehmerin, die auf den Namen Claudia Placzeck hört.
Die überschreitet die Grenzen des Sagbaren in demokratiegefährdender Weise, spricht von erodierender öffentlicher Sicherheit, zutiefst verantwortungsloser Politik, Gewaltpotenzial aus islamischen Staaten, unkontrollierter Einwanderung und schutzlosen Frauen.
Ungeheuerlicherweise fordert sie einen Zuwanderungsstopp und empfiehlt in einer weiteren Szene das dänische Modell, weil es nicht angehen könne, dass 300.000 Ausreisepflichtige nicht zurückgeführt würden. Aus den Worten von Claudia Placzeck werden Taten, begangen unter anderem von Messerstecher Uwe, der hier Yannick heißt.

Weiße Schrift auf blauem Grund: die „Ambrosius Stiftung“. Zwinker-zwinker!
Der Messerstecher Yannick
Der ist manifest rechtsradikal und war Leuws Informant in der Szene. Er hält Nadirah Abaza ein Schneidwerkzeug an den Hals, wird jedoch von der toughen Kommissarin zu Boden gebracht, auch der plötzlich aufgetauchte Rabbi greift ein. „Arbeiten wir doch zusammen! Jude und Araberin.“ Samuel erzählt, er habe auch in Israel gelebt. Nadirah: „Sie haben gedient?“ Er: „Würde das irgendwas zwischen uns ändern?“ „Natürlich nicht.“ Nein, warum auch? „Death, Death to the IDF“ und „Kindermörder Israel“, das ist nicht Nadirahs Milieu.
Nun gut, Kartoffel Yannick ist Neonazi, und am Ende entpuppt sich auch Nadirahs Assi Erik als einer: Er war der schlimme Finger, der damals sowohl die verdeckt ermittelnde migrantische Journalistin tötete als auch den Herrn Oberstaatsanwalt. Vorher versucht er noch, einer Kollegin die Tatwaffe unterzujubeln und erschießt sie schließlich in „Notwehr“. Er hat übrigens auch die Morddrohung an Leuw geschickt – per Fax (!), ohnehin nur noch in deutschen Behörden üblich. Eigentlich hätte er viel früher auffliegen müssen.
Man kommt Erik aber zehn Minuten vor dem lange herbeigesehnten Schluss auf die Schliche. Der patente Polizist entpuppt sich als Rechtsextremist, der das ganze antisemitische Repertoire draufhat. Erik sagt dem Rabbi in den Schlussminuten: „Ihr Juden versucht immer, uns auszutricksen.“ Immer manipulieren sie nämlich, die Juden, sie gieren nach Geld und Macht. Erik bedroht den Rabbi mit der Waffe, doch der IDF-Veteran wehrt sich souverän. Dann treffen SEK und Polizei ein und überwältigen den Rechtsextremen.
Der sich am Ende noch mit Gift das Leben nimmt – offenbar mit Zyankali, so wie Hitler, Himmler und Göring. Na, das passt doch!
Knapp zwei Millionen Euro für Schrott
Haben wir irgendein Klischee vergessen? Nein. Aber viel gelernt: Juden und Araber kommen eigentlich super miteinander aus, rechte Stiftungen sorgen für geistige Brandstiftungen, Ehrenmorde gibt es nicht (es heißt Femizid!), Muslime werden zu Unrecht verdächtigt und der Mörder ist immer der Deutsche. Gern auch ein Polizist. Auf dieses Milieu muss man ja immer ein Auge haben …
Aber: Ende gut, alles gut. Rabbi Samuel wird wohl Polizeiseelsorger für die überschaubare Anzahl jüdischer Polizisten, und die Hauptkommissarin kennt auch ein paar „Top-Imame“, die als Polizeiseelsorger für Muslime infrage kommen. Allahu akbar!
Über die Kosten für diesen Schmarrn schweigt sich die ARD-Albtraumfabrik Degeto auf Anfrage von NIUS aus und verweist auf Details zu Sendeplatzprofilen, denen zufolge der durchschnittliche Minutenpreis für einen 90-minütigen Fernsehfilm 19.500 Euro brutto beträgt. Damit dürfte „Schattenmord – Unter Feinden“ etwa so viel gekostet haben wie ein ebenso schlechter „Tatort“, also zwischen 1,7 und 1,9 Millionen Euro aus den zwangsweise zu zahlenden „Beiträgen“. 5,19 Millionen Zuschauer haben den Film gesehen, aber mutmaßlich nur, weil sie nicht das DFB-Pokalspiel Union Berlin gegen Bayern München gucken wollten. Jedenfalls hofft man das.
Lesen Sie dazu auch: Natürlich gab‘s Geld von der Filmförderung: Arte sendet grottenschlechte Satire über Nazi-Papagei
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