35 Jahre später: „Schweigen der Lämmer“-Macher entschuldigen sich für Transphobie
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1991 schockte der Kinokracher die Welt und wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet. Jetzt haben sich die Schöpfer von „Das Schweigen der Lämmer“ bei der Transgender-Community entschuldigt. Schauspieler Ted Levine und Producer Edward Saxon äußerten gegenüber dem „Hollywood Reporter“ Bedauern.
Der Hintergrund: Die Buchverfilmung handelt von einer jungen FBI-Beamtin (gespielt von Jodie Foster, die dafür den Oscar für die beste Hauptrolle bekam), die einen Serienmörder namens Buffalo Bill jagt. Wichtige Informationen liefert ihr der Kannibalen-Killer Dr. Hannibal Lecter (gespielt von Anthony Hopkins, der dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller holte).
Vorwurf: homophobe und transphobe Stereotypen
Doch die Darstellung des Serienmörders Buffalo Bill (Ted Levine) sorgt dreieinhalb Jahrzehnte später für Ärger. Der Vorwurf von Aktivistengruppen: Sie halte homophobe und transphobe Stereotypen aufrecht. Im Film trägt Buffalo Bill Frauenkleidung und nutzt die Haut seiner Opfer für eigene Rollenspiele. Schauspieler Ted Levine sagte dem Hollywood Reporter: Gewisse Aspekte seiner Darstellung entsprächen nicht heutigen Standards. Wir alle wüssten heute mehr, er selbst sei viel besser über Transgender-Themen informiert. Einige Zeilen im Drehbuch seien „unglücklich“.

„Schweigen der Lämmer“-Produzent Edward Saxon
Nicht sensitiv genug
Aktivisten streiten vor allem über die Frage, ob der Killer transgender – oder eine hochgradig gestörte Persönlichkeit ist. Das Filmteam ruderte prompt zurück: Man sei nicht sensitiv genug gewesen, um zu sehen, welchen Schaden solche Stereotypen anrichten könnten.
Fans des Streifens empören sich im Netz: Eine Entschuldigung für einen „der besten Horrorfilme aller Zeiten“ sei absolut fehl am Platz. Ein anderer User schreibt: „Kauft Euch eine analoge Kopie, bevor der Film als ‚problematisch‘ gebrandmarkt wird!“
Weltweit spielte „Das Schweigen der Lämmer“ mehr als 270 Millionen Dollar an den Kinokassen ein.
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