Sie bekommen sogar Steuergeld: Start-up mogelt „politische Erziehung“ in App für Schulkinder
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Kinder im Umgang mit digitalen Medien zu schulen, ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Fragwürdig wird die Sache nur, wenn ganz nebenbei politische Einflussnahme stattfindet. Auch die Macher einer Lern-App maßen sich, wie Haltungsjournalisten an, Nachrichten in vermeintlich wahre und falsche einzuteilen. Ein Beispiel aus dem deutschen Südwesten.
Kinder, die ohne Aufsicht im Internet unterwegs sind, sind meist ahnungslos mit einigen potenziellen Gefahren wie Cybermobbing und harter Pornografie konfrontiert, aber auch mit versteckten Fallen wie In-App-Käufen und versteckter Werbung. Keine schlechte Idee also, sie für solcherlei ebenso problematische Dinge zu sensibilisieren wie für sichere Passwörter, Kopierschutz, das Recht am eigenen Bild und den Umgang mit Suchmaschinen.
Das Konstanzer Start-up eddilake hat eine interaktive Lern-App für Schüler, Lehrer und Eltern entwickelt, die einen spielerischen Umgang mit digitalen Medien ermöglicht. Mit der App werden die „Lernenden“ über die Chancen und Gefahren von digitalen Medien und Apps wie Instagram und TikTok aufgeklärt. Die Macher bieten auch Online-Schulungen und Kurse an. In Konstanz haben eddilake-Mitarbeiter zum Beispiel an der Gemeinschaftsschule Gebhard einen Medienpräventionstag mitveranstaltet und in der „Sommerschule“ des Heinrich-Suso-Gymnasiums einen Workshop im Rahmen des Medienprojekts „Klasse!“ veranstaltet – gemeinsam mit dem Südkurier, der regionalen Tageszeitung für den Raum Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein mit Sitz in Konstanz.

Das „Südkurier“-Medienhaus in Konstanz am Bodensee: immer politisch korrekt unterwegs.
Kleine „Medien-Experten“ sind „Fake News“ auf der Spur
„Sie sind Fake News auf der Spur: Wie Sommerschüler zu Medien-Experten werden“ hieß es recht ambitioniert in der Zeitung. Die beiden Lernübungen hießen „Journalismus“ und „Fake News“ in der Klasse diskutierte man mit Achtklässlern darüber, wie echte oder vermeintliche Falschmeldungen in die Medien kommen. Harmlose Videos wurden gemeinsam beispielhaft auf Manipulationen und Fälschungen geprüft, aber auch die vermeintlich aufgestellte Behauptung, Ukrainer würden in Deutschland „Autos geschenkt kriegen“ – ein typischer „Strohmann“: Man widerlegt, was nicht behauptet wurde. Moment mal – kommt hier etwa Politik ins Spiel?
Allerdings! Was sich angesichts des Themas „Fake News“ als Verdacht ja geradezu aufdrängte. Hinzu kommt, dass der Südkurier ein Blatt ist, das der Regierung eher nicht kritisch gegenübersteht, während der „Pandemie“ wurde kräftig gegen „Coronaleugner“, „Querdenker“ und „Impfgegner“ abgeledert, heute natürlich gegen die rechte Opposition.
Was die Zeitung jedoch nicht davon abhielt, am 24. Februar 2021 mit einer Wahlwerbung im Zeitungsformat der AfD zu erscheinen, auf die ansonsten heftig eingeteufelt wird. Von der Regierung übernimmt man die politische Linie und von der Opposition nimmt man immerhin das Geld, auch wenn man mit dem AfD-Landtagskandidaten Thorsten Otterbach, der für den Sonderdruck verantwortlich zeichnete und der Konstanzer Lokalredaktion der Wählermanipulation vorwarf, schwer über Kreuz lag.

Medienkompetenz-Kurs: eine gute Sache, wenn sie nicht politisiert wird.
Ausgerechnet Correctiv wird empfohlen
Da kooperiert also, was zusammengehört: eine regierungsnahe Zeitung und ein Start-up mit vordergründig durchaus vernünftigem Anliegen. Doch macht ein Blick auf die Website von eddilake misstrauisch: Im angebotenen Kurs „Wahrheitsdetektive im Netz“ geht es um die Frage: Warum erzählen Menschen lügen? Man darf darauf wetten, dass es nicht um Lügen und Fake News wie diese geht: dass an der Randale in Schwimmbädern der Klimawandel schuld ist und an der Wohnungsnot Senioren, dass Migranten nicht krimineller als Deutsche sind und die Covid-Impfstoffe nebenwirkungsfrei, oder dass ein älterer Reichsbürger-Prinz in Cordhose drauf und dran war, unser System zu stürzen.
Gemeint sind natürlich die üblichen Verdächtigen, was man schon daran erkennt, dass eddilake als glaubwürdige Quelle ausgerechnet die Journalismus-Simulanten vom mit Staatsgeldern gepamperten „Recherchenetzwerk“ Correctiv empfiehlt. Unter den „sieben Tipps gegen Fake News“ findet sich auch der Rat: „Nutze einen Faktenchecker! CORRECTIV.Faktencheck deckt täglich Falschinformationen, Gerüchte und Halbwahrheiten auf“.

eddilake-Plakat mit Empfehlung von „Faktencheckern“
Oder auch nicht, aber das müssen die Kinder nicht wissen, die von den widerlegten Behauptungen im Bericht über das Potsdamer „Geheimtreffen“ wahrscheinlich nicht einmal erfahren haben. Offensichtlich versucht man Kinder und Jugendliche, die sich Tagesschau und heute-journal nicht anzutun pflegen, auf dem Umweg über das Internet mit links-grüner Haltung auszustatten.
Und das mit Steuergeldern: Auf seiner Website nennt eddilake unter seinen Förderern Robert Habecks Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie das Land Baden-Württemberg. Bei der Frankfurter Buchmesse war das Start-up am „THE LÄND“-Stand vertreten. Das Bundesland investiert gerade im Rahmen des Innovationsprogramms „Digitale Schule“ jährlich vier Millionen Euro, unter anderem in das Beispielprojekt „Medienkompetenzrahmen“, da wird auch eddilake direkt oder indirekt ein Stück vom großen Kuchen abbekommen haben.
Und Staatsknete gibt's natürlich auch
Im März 2023 wurde das Start-up vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beim „Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen“ ausgezeichnet. Insgesamt gab es 21 Preisträger-Teams, an die insgesamt mehr als 300.000 Euro ausgeschüttet wurden. Mindestens 7000 bekam eddilake ab, das neben den „Faktencheckern“ von Correctiv auch die der Tagesschau und der Deutschen Presseagentur (dpa) sowie Mimikama empfiehlt, eine Rechercheplattform, die sich ebenfalls gern mit „rechtsextremen Fake News“ beschäftigt.

Zwei Grüne, eine Agenda: Robert Habeck (l.) und Winfried Kretschmann fördern politische Beeinflussung von Kindern.
Gewissermaßen durch die Hintertür werden Kinder und Jugendliche also offenbar politisch indoktriniert. Bisher kaum in größerer Zahl, doch wenn die Beeinflussung nicht mehr nur in vereinzelten Workshops und an Projekttagen stattfindet, sondern durch die Lern-App weite Verbreitung findet, an Schulen möglicherweise in einem Fach „Medienkompetenz“ in Schülerhirne implementiert wird, zieht eine weitere Gefahr für die freie Gesellschaft herauf.
Fragt sich nur, ob die Zielgruppe nicht misstrauisch wird, wenn man sie auffordert, eine Nachricht auf ihren Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Schließlich funktioniert das auch in umgekehrter Richtung, wie das Correctiv-Debakel beweist. Und Jugendliche sind, wie aktuelle Umfragen zeigen, durchaus nicht alle auf dem grünen Trip, sondern riechen den Braten, der ihnen überall serviert wird. Der Realitätsabgleich spielt dem links-grünen Establishment nicht eben in die Hände. Ist übrigens keine Fake-Nachricht.
Mehr NIUS: Geheimdienst-Methoden und nachweisbare Lügen: Die Wahrheit hinter der Correctiv-Recherche
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