So verherrlichen linke Medien die Taten der RAF-Terroristen: „Ihre Straftaten dienten dem Lebensunterhalt im Untergrund, weil sie ja aus dem Untergrund nicht auftauchen konnten“
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Nach der Verhaftung der RAF-Terroristin Daniela Klette überzog eine Welle unterschiedlichster Reaktionen die Bundesrepublik. Während sich viele Leute über den zwar verspäteten, nun aber gelungenen Polizeieinsatz freuten, beklagten sich diverse linke Aktivisten und Medien lauthals über Klettes Verhaftung. Ein Autor der linken Zeitung taz geht sogar so weit, die RAF-Straftaten legitimieren zu wollen.
In einem Kommentar schreibt taz-Auslandskorrespondent Jürgen Gottschlich: „Der Staat tut so, als seien die drei ehemaligen RAFler heute noch die Staatsfeinde Nummer 1. Er hätte ihnen längst die Hand reichen können“. Terroristen die Hand reichen, statt sie zu bekämpfen, scheint für Gottschlich die angemessene Reaktion auf den verfassungsfeindlichen Kampf der linken Terrorgruppe.
Der taz-Journalist betont das Rentenalter Klettes, als würde Alter vor Strafe schützen müssen. Er geht auch darauf ein, dass die RAF sich 1998 offiziell auflöste. „Dabei wollten die drei vermutlich nur ein ganz bürgerliches Leben führen; ihre Straftaten, die sie dann noch verübt haben sollen, dienten dem Lebensunterhalt im Untergrund, weil sie ja aus dem Untergrund nicht auftauchen konnten“, schreibt Gottschlich apologetisch.
Die Kriminellen als Opfer des Systems, was ihnen nicht ermöglichte zu arbeiten und dazu zwang, kriminell zu bleiben? Der vermutete Überfall Klettes auf einen Geldtransporter 2015, bewaffnet mit Panzerfaust und Sturmgewehr, wird offenbar als Akt der notwendigen Selbstversorgung verstanden.

Gottschlichs Kommentar in der taz
Gottschlich fragt: „Hat Deutschland im Jahr 2024 eigentlich keine anderen Probleme, als RAF-RentnerInnen zu jagen, hat die Polizei mit rund 400 aktiven Neonazis, die sich derzeit einer Festnahme entziehen, eigentlich nicht genug zu tun?“
Gegenfrage: Muss der Rechtsstaat nicht ebenso linke wie rechte Extremisten und jegliche Kriminelle jagen und bestrafen, ganz unabhängig davon, welcher politischen Ideologie sie angehören? Sollte die „wehrhafte Demokratie“ nicht auf beiden Augen sehend bleiben?
Keine Bedrohung trotz Granate?
„Daniela Klette, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sind schon lange für niemanden mehr eine Bedrohung“, schreibt der taz-Journalist. Dass diese Aussage so nicht stimmen kann, wird spätestens dann klar, wenn man sich die Bilder der Räumung von Klettes Wohnung anschaut. Bei der Razzia wurden mindestens eine Granate und Munition gefunden.

Der Kampfmittelräumdienst trägt einen Gegenstand aus der geräumten Wohnung der enttarnten RAF-Terroristin Klette.
Die Polizei vermeldete auf X: „Ein Gegenstand muss mit spezieller Transporttechnik abgeholt werden, daher werden sich die Maßnahmen in der Sebastianstr. in #Kreuzberg noch längere Zeit hinziehen.“ Welcher weiterer Gegenstand abtransportiert werden musste, ist bislang unklar.
„Widerstand heißt Angriff!“
Oliver Rast, Redakteur für Wirtschaft, Arbeit & Soziales bei der linken, überregionalen Tageszeitung Junge Welt, wünschte der Linksterroristin „viel Kraft“. Er verwies auf das „alte Motto aus dem antiimperialistischen Front-Prozess“: „Widerstand heißt Angriff!“. Eine Distanzierung zur linksextremen Gewalt der RAF sieht anders aus.
Ganz im Stile des linksradikalen und israelfeindlichen Straßenkünstlers Sozi36 wurden Matratzen von Berliner Aktivisten bemalt, um sich mit den Terroristen zu solidarisieren. Der X-Nutzer Danny Hillborou machte darauf in einem Beitrag aufmerksam. Die „Matratzen-Vandalen“ wünschten den RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und der inhaftierten Daniela Klette „viel Glück und viel Kraft“.
Auch die Berliner U-Bahn wurde zur Leinwand vieler Solidaritätsbekundungen:
Auch der Freitag-Redakteur Carlos Hanke Barajas drückte seine Solidarität zur Linksterroristin aus. Er schrieb auf X, dass das ZDF-Format „Aktenzeichen-XY“ und die 161 Zuschauer, die Hinweise zur Ergreifung Klettes lieferten, ab jetzt „bei ACAB mitgemeint“ seien. ACAB steht für „All Cops Are Bastards“.
„Hoffentlich kriegen sie euch nie!“
Der „BAK Klassenkampf“, ein Arbeitskreis der „linksjugend solid“ spricht von Repression und schrieb einen längeren Post zur Ergreifung Klettes. Neben einer Freiheits-Forderung für Klette, legitimierte die Gruppe die Gewalt der RAF, da diese sich für „Entnazifizierung“ einsetzte. Banküberfalle seitens der RAF seien gerechtfertigt gewesen, da den linken Terroristen „wenig anderes übrig“ blieb. NIUS fragte bei der Pressestelle der „linksjugend solid“ nach, ob der Arbeitskreis offiziell innerhalb der Jugendorganisation existiert und wie sich die Organisation zu den Äußerungen positioniert – eine Antwort steht bis dato aus.
Bereits eine Woche vor der Festnahme verkündete das linksautonome Zentrum „Rote Flora“ in Hamburg ihre Solidarität mit den Terroristen. Auf einem angebrachten Banner steht „Solidarität mit Burkhard, Daniela und Volker“. Und: „Wir stehen zusammen!“. Im X-Post schreibt die Rote Flora: „Hoffentlich kriegen sie euch nie!“ Diese Hoffnung ist nun zu einem Drittel Geschichte.
Das linksextreme Hilfsnetzwerk „Rote Hilfe e.V.“ warf der Justiz eine „jahrzehntelange Verfolgungswut und (...) staatliches Rachebedürfnis“ vor. Interessanterweise solidarisierten sich zuvor diverse Politiker aus dem linken Spektrum, wie etwa Kevin Kühnert (SPD), mit dem radikalen Verein.
Mehr NIUS: So profitierte RAF-Terroristin Klette von Fördergeldern aus dem Kanzleramt
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