Stuttgarter Zeitung titelt: „Droht Stuttgart tatsächlich ein zweites Detroit zu werden?“
Ein Beitrag von
„Zulieferbetriebe vor dem Aus, Stellenabbau und Gewinnwarnungen bei den Herstellern. Viele sehen die Autoregion Stuttgart im freien Fall und malen ein US-Schreckensbild. Zu Recht?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die liberale Stuttgarter Zeitung in ihrer Montagsausgabe.
Die baden-württembergische Landeshauptstadt erlebe gerade die größte Krise der Automobilbranche. Ein Grund für die Lokalzeitung, einen Blick nach Detroit zu werfen: „1,8 Millionen Einwohner hatte Detroit in seinen großen Zeiten, heute sind es gerade einmal noch etwa 620.000“, schreibt die Lokalzeitung und fügt hinzu: Dort habe man schmerzvoll erfahren, was passiert, wenn „man von technischen Veränderungen überrascht und anderswo billiger produziert wird.“

In ihrer Titelgeschichte geht die Stuttgarter Zeitung auf den Automobilstandort ein – vergleicht die Perspektiven mit Detroit
Betriebsvereinbarungen laufen aus, dann kommen „harte Zeiten“
Rund 250.000 Menschen arbeiten in dem Ballungsraum in der Automobilbranche. Unter Berufung auf Prognosen rechnet die Stuttgarter Zeitung vor, dass „etwa 65.000 Jobs bis zum Ende des Jahres 2030 wegfallen.“ Weiter heißt es: „Dieser Stellenabbau wird bei den großen Konzernen Mercedes, Porsche, Bosch und Mahle in diesem Zeitraum in der Regel freiwillig und sozialverträglich vonstatten gehen, weil die Belegschaft bis dahin durch Jobsicherungsprogramme vor betriebsbedingten Kündigungen weitgehend geschützt sind. Doch mit den Betriebsvereinbarungen enden in den nächsten Jahren auch die lukrativen Abfindungsrunden. Die Zeiten dürften danach deutlich härter werden, wenn Wirtschaft und Politik keine Antworten auf existenzielle Fragen der Branche finden.“
Experte: Ohne Innovation sind wir zu teuer
Viel Zeit für wirtschaftspolitische Kurskorrekturen bleibe nicht mehr. „Wenn wir es nicht schaffen, innovativer zu werden, können wir auch nicht mehr teuer sein“, sagt Stefan Bratzel, Direktor vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, der Stuttgarter Zeitung. Zur unangenehmen Wahrheit gehöre nämlich auch, dass die Arbeitskosten zu hoch und die Arbeitszeiten zu gering seien. Das war übrigens auch ein Problem der Autoindustrie in Detroit.
Mehr NIUS:
Bayerischer Rundfunk hängt sich riesiges queeres Tripper-Plakat an die Zentrale
So wettern deutsche Medien gegen die WM
Collien Fernandes über ihren Kampf gegen digitale Gewalt: „Und dann dachte ich, okay, Luisa Neubauer ist schon mal auf meiner Seite”
Sibel Kekilli über Gewalt in ihrer türkischen Familie: „Dort ist meine Großcousine im Kreis verprügelt worden, weil sie einen Freund hatte”
ARD bastelt an „Trusted Content“: KI-Inhalte sollen aus „verlässlichen“ Quellen kommen
Micky Beisenherz erzählt stolz, wie sein Fußballverein AfD-Sympathisanten rauswirft
Gabor Steingart vergleicht Kanzler Merz mit SED-Führer Walter Ulbricht
ORF-Stream bricht bei Österreich-Sieg zusammen: Fans verpassen entscheidende Tore
Mehr NIUS:
Sibel Kekilli über Gewalt in ihrer türkischen Familie: „Dort ist meine Großcousine im Kreis verprügelt worden, weil sie einen Freund hatte”
ARD bastelt an „Trusted Content“: KI-Inhalte sollen aus „verlässlichen“ Quellen kommen
Micky Beisenherz erzählt stolz, wie sein Fußballverein AfD-Sympathisanten rauswirft
Gabor Steingart vergleicht Kanzler Merz mit SED-Führer Walter Ulbricht
ORF-Stream bricht bei Österreich-Sieg zusammen: Fans verpassen entscheidende Tore
„Du bist gut genug“: Wird diese Jammer-Hymne der Sommerhit 2026?
Nach Musk-Abmahnung: ZDF kürzt Beitrag „aus rechtlichen Gründen“
Als Beispiel für Müll nennt Funk die Bibel
Philippe Fischer
Artikel teilen
Kommentare