Von heftiger Özil-Kritik zu Rüdigers ISIS-Gruß: Wie das Innenministerium zum Islamismus-Versteher wurde
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2018 erwartete das Innenministerium von Nationalspielern noch „Identifikation und ungeteilte Loyalität mit unserem Land“...
Özils Foto mit Erdogan war weniger schlimm als Rüdigers Islamisten-Gruß. Während Özil unter hohen Druck durch die Medien und das Innenministerium geriet, nehmen dieselben Akteure Rüdiger in Schutz. NIUS zeigt auf, wie sich daran ein Prozess schleichender Islamisierung offenbart.
Im Jahr 2015 veröffentlichte der Schriftsteller Michel Houellebecq den Roman „Unterwerfung“, in dem es um die Islamisierung Frankreichs geht, herbeigeführt durch die Zusammenarbeit zwischen Sozialisten und Islamisten gegen den Front National. Fast zehn Jahre später ist diese Konstellation, leicht variiert, auch in Deutschland dafür verantwortlich, dass Islamisten immer selbstbewusster und offener auftreten wie in Hamburg. Fünf Wochen hielt sich das Werk auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste. Die Weitsichtigkeit von Houllebecqs literarischer Prognose hatte die Entscheidungsträger dieses Landes jedoch nicht zur Vernunft gebracht, weshalb das gegenwärtige Deutschland ist, wie sie ist.

Grüne und SPD verhinderten ein Verbot von „Muslim Interaktiv“, die die islamistische Demo vom 27.4. in Hamburg organisiert hatte.
Die Finger-Falschbehauptung der Medien
Eine Demonstration, auf der das Kalifat gefordert und Medien und Politik mit dem künftigen Erwachen des muslimischen „schlafenden Riesens“ gedroht wird, wäre damals nicht denkbar gewesen. Stattdessen demonstrierte die Pegida-Bewegung, deren Warnung vor einer Islamisierung als abwegig und rassistisch abgetan wurde.

Im Januar 2015 erschien Houllebecqs Roman auf Deutsch und Französisch.
Im Jahr 2024 sind sich deutsche Medien weitestgehend einig: Das Foto von Antonio Rüdiger, auf dem er mit erhobenen Zeigefinger und einem islamischen Gewand posiert, soll angeblich nur eine rein religiöse Geste zeigen. Es handelt sich um eine klare Falschbehauptung.
Der senkrecht nach oben (!) gestreckte Finger ist schlichtweg nicht Teil islamischer Gebetsrituale. „In dieser Art und Weise ist das niemals Bestandteil eines religiösen Gebets. Es ist nicht Teil eines Gebetsablaufs. Es kommt auch nicht im Koran oder in den Haditen vor. Wer behaupte, das sei eine harmlose religiöse Geste, verbreite Lügen“, stellte die Imamim Seyran Ates gegenüber der Berliner Zeitung klar. Dennoch etablierte sich die Falschbehauptung. Ob FAZ, T-Online oder der WDR – sämtliche Medien sind nicht in der Lage und nicht willens, zu erkennen, was auf der Hand liegt.
Rüdigers Finger-Geste ist das Erkennungszeichen der Islamisten, das sich spätestens mit Osama Bin-Laden als blutige Dominanzgeste etabliert hatte und vom Islamischen Staat (ISIS) übernommen wurde. Kurz: Diese Geste ist untrennbar mit Terror und Barbarei verknüpft, wie NIUS umfangreich belegte.

Rüdiger musste wissen, in wessen ideologische Nähe er sich mit seiner Geste begibt.
Anders als Rüdiger konnte sich 2018 ein anderer Nationalspieler mit einer anderen Geste nicht durchsetzen, obwohl das Foto mit einem amtierenden Präsidenten weniger furchterregend ist als die Verwendung einer Terror-Geste
Für den „Propaganda-Auftritt mit Türkei-Präsident Erdogan“, wie Bild titelte, wurden Özil und Gündogan mit heftiger Kritik sowohl aus dem DFB als auch dem Innenministerium konfrontiert.

Ein Foto mit Folgen: İlkay Gündoğan, Mesut Özil und Cenk Tosun posierten mit Präsident Erdoğan.
Als das BMI die „herausragende Vorbildfunktion“ der Spieler anmahnte
Das Bundesinnenninisterium bestand damals darauf: „Bei einem deutschen Staatsbürger, der das Trikot der Nationalmannschaft tragen darf, erwarte ich Identifikation und ungeteilte Loyalität mit unserem Land, denn sie haben eine herausragende Vorbildfunktion“, so Stephan Mayer (CSU), Staatssekretär im für Sportfragen zuständigen Innenministerium, gegenüber Bild. Die damalige Kritik des BMI steht im scharfen Kontrast zur heutigen Reinwaschung Rüdigers durch das Faeser-Ministerium: „Aus Sicht des BMI ist der sogenannte ,tauhid‘-Finger als Glaubensbekenntnis zu verstehen und insofern mit Blick auf die öffentliche Sicherheit als unproblematisch einzuordnen.“
Von der BMI-Erwartung „ungeteilter Identifikation“ mit der deutschen Gesellschaft zur Beurteilung einer Islamismus-Geste als „unproblematisch“: In sechs Jahren kann sich viel verändern.
Auch wenn dies selten ausgesprochen wurde, ging es in der Özil-Erdogan-Kontroverse nicht nur um Loyalität gegenüber Deutschland, sondern um das, was westliches Denken von islamistischer Ideologie grundsätzlich unterscheidet. Ein Jahr vor dem Foto mit Özil hatte Erdogan, der seit etlichen Jahren der Muslimbruderschaft nahesteht, damit gedroht, dass „kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten“ könne, falls sich die „Europäer weiterhin so verhalten“.
In die Tat übersetzte Ideologie, wie die von Islamisten quer durch die Zivilisation geschlagene Blut-Schneise zeigt – von New York, über London, Paris, Nizza und Berlin bis nach Israel, wo mit dem Massaker vom 7.10. die Erdogan- und ISIS Linie von jeweils Özil und Rüdiger zusammenführen: Der türkische Präsident gab vor wenigen Wochen der Hamas-Führung, die ein schwer in Worte zu fassendes Pogrom an der israelischen Bevölkerung verantwortet, die Hand – was im Nachhinein bestätigt, dass die Kritik an Özil, die zu seinem „freiwilligen“ Rücktritt führte, seinerzeit richtig war. Erdogan ist zwar kein direkter, aber ein indirekter Terror-Unterstützer.

Erdogan solidarisiert sich mit dem Chef eines antisemitischen Massakers.
Gündogan reagierte souverän
Houellebecq erzählte in seinem Roman „Die Unterwerfung“ unter den Islam als einen schleichenden Normalisierungsprozess, der den Europäern nicht bewusst sein muss. Im Gegenteil, es handelt sich um eine schleichende, sukzessive Normalisierung, die einem nur dann bewusst wird, wenn man einen Schritt zurücktritt. Seit 2018 ist es Linken und Islamisten offenkundig gelungen, Loyalität gegenüber den Werten der deutschen Gesellschaft einzufordern, als populistisch zu verunglimpfen – ebenso wie Kritik an Muslimen nun überwiegend als Stimmungsmache gilt.

Bei der WM 2024 wird Gündogan wieder für Deutschland auflaufen. NIUS wünscht viel Erfolg.
Dabei zeigte sich damals, dass ein Konfrontationskurs Früchte trägt. Im Gegensatz zu Özil, der sich mit pauschalen Rassismusvorwürfen gegenüber dem DFB in der Opferrolle einrichtete, reagierte Gündogan auf die damalige Kritik klar und vorbildlich – und gesichtswahrend. Er sagte: „Wir sind in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen. Die Stadt hat einen sehr hohen Migrationsanteil. Es war daher für mich ein tiefer Schlag, dass es so dargestellt wird, dass wir nicht integriert seien und nicht nach deutschen Werten leben würden.“ Da sprach jemand über das Land, in dem er zu Hause ist: Deutschland.
Von der Generation Rüdiger wird die Identifikation mit den Werten dieses Landes, die sich von denen des Islams sehr wohl unterscheiden, nicht einmal mehr erwartet – mit schwerwiegenden Folgen. In ganz Deutschland können sich islamistisch indoktrinierte Jugendliche nun auf den durch das Innenministerium entschuldigten Rüdiger berufen, wenn sie mit dem Islamisten-Gruß provozieren.
Von Özil zu Rüdiger: Der Wandel in der Reaktion auf provokante Gesten offenbart, was Islamisierung bedeutet: Unterwerfung statt Konfrontation. Islamisierung rührt daher, den Weg des geringsten Widerstands einzuschlagen, wenn wirklich einmal Haltung gefragt wäre.
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