ZDF schickt Mitarbeiter gegen „Desinformation“ und für „demokratische Meinungsbildung“ an 50 Schulen
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Es wird immer schwerer, seine Kinder vor politischer Indoktrination fernzuhalten, längst sind Klimapropaganda und einseitiger Politik-Unterricht fester Bestandteil vieler Unterrichtsstunden. Nun wollen auch „Programmmachende“ des ZDF an Schulen gehen, um die „Medienkompetenz“ der Schüler „zu fördern“ und „Räume für gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen“. Der öffentlich-rechtliche Sender macht sich nun also auf, „Bildungsinhalte vom ZDF“ als „Wissen für alle“ an den Schulen zur Verfügung stellen.
„Gerade in Zeiten von Desinformation und einer polarisierten Debattenkultur zeigen wir, wie journalistisches Handwerk und sichere Quellenarbeit Medienkompetenz stärken – und leisten so einen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung“, heißt es in einer Mitteilung, in der der Sender ankündigt, im aktuellen Schuljahr an 50 Schulen in ganz Deutschland „in den direkten Austausch“ mit den Schülern zu gehen. „ZDF goes Schule“ sei ein zentraler Baustein der Strategie „Ein ZDF für alle“.

Das ZDF versorgt Schulen mit „Bildungsinhalten“ und Unterrichtsmaterial.
Schülern soll die Weltsicht des ZDF aufgedrückt werden
Die Resonanz auf die Ausschreibung im Frühjahr sei groß gewesen, heißt es weiter. „Fast 500 Schulen bewarben sich mit kreativen Einsendungen und großem Engagement.“
Was zunächst einmal vernünftig und sympathisch klingt, dürfte bei dem Teil der Bevölkerung, der schon einmal selbst die „Quellenarbeit“ und das „Handwerk“ der Öffentlich-Rechtlichen einer genaueren Prüfung unterzogen hat, Alarmsignale auslösen. Denn es ist nur allzu naheliegend, was der Sender meint: Den Schülern soll die Weltsicht des ZDF – als da wäre: Es gibt mehr als zwei Geschlechter; Menschen auf der Erde werden vor Hitze sterben, wenn wir kein CO2 einsparen; Migranten aufzunehmen ist ein alternativloser Akt der puren Nächstenliebe – aufgedrückt werden. Immerhin könnte es ja sein, dass ihre Eltern keine treuen Tagesschau-Konsumenten sind.
ZDF stellt Unterrichtsmaterial zur Verfügung
Schon jetzt, heißt es in der Pressemitteilung, stelle das ZDF auf schule.zdf.de Inhalte zur Verfügung, von „Terra X“ über „logo!“ bis „PUR+“, „nach Kategorien aus den Lehrplänen“ sortiert. „Viele Videos sind mit Unterrichtsmaterialien ergänzt und unter Creative-Commons-Lizenz frei nutzbar.“
Die Plattform richte sich an „Lehrkräfte aller Schulformen sowie an Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Klassen und bietet eine Such- und Filterfunktion, die sich an schulischen Parametern orientiert.“

Das ZDF stellt Unterrichtsmaterialien bereit.
Bizarr: Deutsche Lehrkräfte sollen den Unterrichtsstoff, den sie ihren Schülern beibringen – und den Millionen Kinder und Jugendliche im Land verpflichtet sind, zu lernen und zu verinnerlichen – nicht etwa selbst zusammenstellen, sondern sich von Mitarbeitern des Fernsehsenders zuarbeiten lassen.
Das ZDF sagt in einer Stellungnahme: Auch im 7. Medienänderungsstaatsvertrag betonen die Länder die Relevanz öffentlich-rechtlicher Angebote im Bereich Bildung und Medienkompetenz. Sie heben insbesondere die Notwendigkeit hervor, deren Nutzung und Reichweite – unter anderem durch Kooperationen mit Bildungseinrichtungen – gezielt zu fördern und auszubauen.
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