Versuchtes Attentat auf Donald Trump: Haben ARD & ZDF die Geschichte des Jahres verschlafen?
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Zum dritten Mal wird US-Präsident Trump Ziel eines Attentatsversuchs. Plötzlich fallen Schüsse beim traditionellen Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses. Der zuständige ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ist bei diesem Treffen der wichtigsten Journalisten der US-Hauptstadt nicht vor Ort. Stattdessen nutzt er bei seiner zeitverzögerten Berichterstattung die Chance für seine übliche Anti-Trump-Agenda.
Das traditionelle Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses ist das Treffen der US-Hauptstadtjournalisten. Die Gala-Veranstaltung am Samstagabend war in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, denn sogar der US-Präsident sowie sein Vize JD Vance hatten ihr Kommen angekündigt. Von deutschen Medien war etwa Welt-Chefredakteur Helge Fuhst vor Ort und auch Bild-Reporter Tim Röhn. Sie berichteten direkt aus erster Hand von den Geschehnissen des Abends.
Wo waren die Reporter von ARD und ZDF?
Erstaunlich ist, dass die gebührenfinanzierten Medienhäuser ARD und ZDF, die beide Studios in Washington, D.C., betreiben, nicht selbst mit Reportern vor Ort waren. Allein neun Korrespondenten führt die ARD am Standort der US-Hauptstadt auf.

Gudrun Engel (ARD) war schon oft bei dem Korrespondenten-Dinner. In diesem Jahr fehlte sie, wie sie vor laufender Kamera zugibt.
Elmar Theveßen, der USA-Korrespondent des ZDF, war ebenfalls nicht vor Ort. Er verantwortet ein ganzes Team an Mitarbeitern und Korrespondenten, die am Samstagabend ebenfalls nicht an der Veranstaltung teilnahmen. Über den Rundfunkbeitrag finanziert das Deutschlandradio in Washington die Korrespondenten Anne Raith und Jasper Barenberg, die ebenfalls nicht vor Ort waren. Das bestätigt ein Unternehmenssprecher gegenüber NIUS.
Dass es durchaus üblich ist, an diesem Dinner teilzunehmen, beweist Ines Pohl. Sie leitet das Washington-Studio der steuergeldfinanzierten Deutschen Welle und wurde zum Beispiel von der Tagesschau als Zeugin interviewt.
ARD beantwortet NIUS-Nachfrage
NIUS wollte von beiden Sendeanstalten wissen:
- War ein Reporter zu Gast beim Foreign Correspondents' Dinner?
- Falls niemand vom ARD/ZDF-Studio Washington vor Ort war, warum nicht?
- Falls ein ARD-Reporter vor Ort war: Warum wurde nicht durch den Reporter über die Ereignisse berichtet?
Die Anfrage an die ARD blieb bis zur Veröffentlichung dieses Artikels unbeantwortet. Das ZDF bestätigte gegenüber NIUS, dass kein Reporter an dem Dinner teilgenommen hat.
NIUS-Reporter kommentieren das ZDF-Versagen
Über das Attentat und das Medien-Echo im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutierten am Montagmorgen Pauline Voss, Julian Reichelt und Waldi Hartmann mit Moderator Alex Purrucker bei NIUS Live:
„Es ist das eigene Milieu, das hier zu Gewalt greift, und das möchte man verschleiern“
Dass hier ein politisch motivierter Anschlag gegen Donald Trump stattgefunden hat, ist unstrittig, stellt Purrucker fest und fragt: Warum fällt es den öffentlich-rechtlichen Medien extrem schwer, dies so zu benennen? „Weil es natürlich genau das eigene Milieu ist, das hier zu Gewalt greift. Und das möchte man verschleiern“, erklärt Pauline Voss.
Julian Reichelt ergänzt: „Was Elmar Theveßen hier von sich gibt, ist keine Fehleinschätzung à la Elmar. Es ist Fake News. Es ist Propaganda. Zu dem Zeitpunkt, als Elmar Theveßen gesprochen hat, war lupenrein klar, dass es sich natürlich um einen politischen Attentatsversuch mit politischer Motivation gehandelt hat. Elmar Theveßen versucht, mal wieder Millionen ZDF-Zuschauer zu täuschen durch Unklarheit, Ungewissheit, Verwirrung.“ Man müsse es so klar sagen: Das ZDF habe aus dem KI-Skandal rein gar nichts gelernt.
Theveßen berichtet, dass Trump den Anschlag instrumentalisieren werde
Am Montagmorgen berichtete Elmar Theveßen aus Washington beim ZDF-Morgenmagazin. Er behauptet, dass der US-Präsident den Anschlagsversuch auf seine Person politisch nutzen werde und beruft sich auf anonyme Quellen.
Trump werde diese Tat zum Anlass nehmen, „um die Sicherheitsmaßnahmen in den USA voranzutreiben, den Sicherheitsapparat auszubauen, US-Militär möglicherweise auch im Inland einzusetzen, möglicherweise auch bei den Zwischenwahlen im Herbst, um die demokratische Opposition einzuschüchtern, so glauben es Kritiker“, sagte Theveßen.
NIUS fragte beim ZDF nach: Wer sind diese Kritiker? Ein ZDF-Sprecher verteidigt die Aussage von Theveßen: „Entsprechende Einschätzungen werden von unterschiedlichen Akteuren öffentlich und auch gegenüber dem ZDF geäußert – darunter demokratische Politikerinnen und Politiker, ehemalige Militärs, politische und wissenschaftliche Expertinnen und Experten, Bürgerrechtsgruppen, Wählerinitiativen sowie Bürgerinnen und Bürger.“ Namentlich nennt das ZDF jedoch keine Quellen für diese Behauptungen.
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