Bauminister wollen Frauen-Toiletten auf Veranstaltungen abschaffen
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Die Bauminister der Länder wollen die Pflicht zu reinen Frauentoiletten bei öffentlichen Events streichen. Als Grund wird die viel längere Wartezeit von Frauen vor Toilettenräumen genannt!
Die Pflicht zu getrennten Toilettenräumen für Damen und Herren, etwa bei Konzerten oder Theateraufführungen, soll fallen, meldet Bild. Darüber entscheidet die Bauministerkonferenz, die sich aber zuvor noch mit Verbänden absprechen will. Bisher ist nur allgemein eine ausreichende Zahl von Toiletten vorgeschrieben.
Allerdings sind sich nicht alle Bauminister einig. Der aktuelle Vorsitzende der Bauministerkonferenz, Christian Gaebler (SPD), meint, die „harte Vorgabe nach getrennten Toiletten ist nicht mehr praktikabel“. Bild zitiert weiter: „Bei einem laufenden Festival verteilen sich die WC-Schlangen anders als in kurzen Theaterpausen. Wir wollen, dass die Veranstalter flexibler reagieren können. Außerdem haben wir nicht nur zwei Geschlechter.“

Getrennte Toiletten für Männer und Frauen – damit kommen die meisten klar.
„Wichtig für Sicherheit und Intimsphäre“
Gaeblers Genosse, Brandenburgs Bauminister Robert Crumbach, sieht das anders, findet die Aufhebung getrennt geführter Toilettenräume für Frauen und Männer „absurd“. Er hob die Rolle von Frauentoiletten als „wichtige Voraussetzung für Sicherheit, Intimsphäre und die selbstverständliche Teilhabe von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum“ hervor.
Einige Bundesländer wollen die Pflicht zu separaten Frauentoiletten erhalten, andere den Zwang zur Trennung einführen. Wieder andere haben sich noch nicht positioniert. Die Initiative „Was ist eine Frau“ hat schriftlich bei allen 16 Bauministerien der Länder protestiert. Frauen und Kinder, argumentieren sie, würden Unisex-Toiletten eher meiden.
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