Nach „Krisengespräch“: Heidebad Halle nimmt „Ausreichend-Deutsch-Regel“ zurück!
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Nach viel Aufregung um eine selbstverständliche Regel rudert das Heidebad in Halle/Saale zurück. Nach einem Gespräch zwischen Badbetreiber Mathias Nobel und Vertretern der Stadt wird die Regel, wonach nur Badegäste eingelassen werden sollten, die ausreichend Deutsch verstehen, um die Baderegeln befolgen zu können, wieder aufgehoben.
Die neue Regel des Betreibers war eingeführt worden, nachdem einzelne Besucher Lautsprecherdurchsagen und Anweisungen der Rettungsschwimmer nicht verstanden hatten. Nobel hatte unter anderem im Interview mit NIUS Live betont, dass er niemanden ausschließen, sondern als Badbetreiber schlicht die Sicherheit seiner Gäste gewährleisten will. „Ich trage im Bad die Verantwortung. Wenn etwas passiert, zeigen alle auf mich. Tot ist tot“, so Nobel.
Hier geht's zum NIUS-Interview mit Badbetreiber Mathias Nobel.

Oberbürgermeister Vogt befürchtet offenbar, die Stadt Halle/Saale könne durch die „Ausreichend-Deutsch“-Baderegel im Heidebad in Verruf geraten. Er setzte eine Änderung durch.
Im NIUS-Interview hatte Nobel deutlich gemacht, er sei keinesfalls „rassistisch“, wie ihm schnell unterstellt worden war – jeder, der ihn und sein Bad kenne, wisse das auch.
Auch die Stadt Halle hatte die Regelung kritisiert. Stadtsprecher Drago Bock erklärte in Bild: „Die Pächterin hat zu berücksichtigen, dass ein Zugang zum Bad für die Allgemeinheit gewährleistet sein muss. Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln.“
Nach einem „Krisengespräch“ mit Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) wurde die Ausreichend-Deutsch-Regel nun einkassiert! Künftig sollen mehrsprachige Hinweisschilder und leicht verständliche Piktogramme dafür sorgen, dass alle Badegäste die Sicherheitsregeln verstehen – unabhängig von ihrer Muttersprache. Die Stadt will den Betreiber bei der Umsetzung unterstützen.
OB Vogt sagte laut Bild: „Es geht nicht um Ausgrenzung oder Diskriminierung, sondern um das Befolgen von Regeln, um die Sicherheit der Hallenser und unserer Gäste zu gewährleisten.“
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