Cannabis seit heute legal: Kiffer feiern am Brandenburger Tor, Polizei warnt vor Folgen
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Das viel kritisierte und umstrittene Cannabis-Gesetz ist heute in Kraft getreten und bereitet der Polizei Kopfzerbrechen. Derweil trafen sich Hunderte Kiffer zur Feier der teilweise Legalisierung am Brandenburger Tor.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rechnet nach dem Inkrafttreten des umstrittenen Cannabis-Gesetzes mit Problemen. „Konflikte sind vorprogrammiert“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Alexander Poitz in Berlin. „Wir sind uns sicher, dass es aufgrund verschiedenster Unklarheiten und fehlender gesetzlicher Definitionen zu deutlich spürbaren Unzufriedenheiten, Unsicherheiten und Fehlern bei allen Beteiligten kommen wird.“
Der Gewerkschafter verwies etwa auf unterschiedliche Abstandsregelungen zu Einrichtungen. Zudem fehlten der Polizei für Kontrollen Gegenstände wie Feinwaagen oder Analyseinstrumente. Das Gesetz umzusetzen, werde viel Kraft kosten.
Kiffer feierten „Smoke-In“ am Brandenburger Tor
Am Brandenburger Tor in Berlin feierten Kiffer in der Nacht zu Ostermonatg mit einem Smoke-In die neuen Freiheiten. Hunderte Menschen versammelten sich vor dem Berliner Wahrzeichen, zündeten demonstrativ Joints an und tanzten in ausgelassener Stimmung zu Reggae-Musik.

Mehrere 100 Menschen feierten in der Nacht zu Ostermontag die Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Die Polizei sieht die Entwicklung kritisch.
Der Besitz und Konsum bestimmter Mengen Cannabis ist für Erwachsene seit diesem Montag legal. So dürfen Volljährige in der Öffentlichkeit bis zu 25 Gramm der Droge mit sich führen, zu Hause sind 50 Gramm erlaubt. Außerdem ist es gestattet, bis zu drei Cannabis-Pflanzen zu Hause zu ziehen.
Union: „Nach Regierungswechsel rückgängig machen“
CDU und CSU bekräftigten ihre strikte Ablehnung der Legalisierung. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsbundestagsfraktion, Tino Sorge (CDU), sagte: „In der Tat ist der 1. April ein historischer Tag. Er wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die Ampel ein nie dagewesenes Konjunkturprogramm für den Schwarzmarkt ins Rollen gebracht hat. In den kommenden Wochen wird illegales Cannabis aus Altbeständen den Markt fluten.“

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsbundestagsfraktion Tino Sorge nennt die neue Gesetzgebung rund um Cannabis eine „Gefahr für die innere Sicherheit“.
Sorge nannte die Legalisierung in ihrer jetzigen Form ein Risiko für die innere Sicherheit. „Wir werden sie nach einem Regierungswechsel rückgängig machen.“
„Schwarzer Tag für den Jugendschutz“
CSU-Generalsekretär Martin Huber nannte die Legalisierung einen schweren Fehler. Der 1. April sei ein Glückstag für Dealer und ein schwarzer Tag für den Jugendschutz. Für Bayern kündigte er eine „maximal strenge Auslegung der Cannabis-Regeln und intensive Kontrollen“ an. „Wir wollen keine Kiffer-Hochburg werden.“ Ähnlich hatte sich auch schon Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geäußert.
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