„Der Liberalismus, bis in die Überschläge des Woken, ist positiv gewesen“: Weimer bekennt sich zum Kulturkampf gegen Rechts
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Wendehals Weimer: Einst galt er als konservativer Hoffnungsträger. Inzwischen ist klar: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer richtet sein Fähnchen nach dem Wind. Im Kampf gegen den Rechtspopulismus lässt er sich sogar dazu herab, Wokeness unterm Strich als positive Sache zu beschreiben. Exakt so äußerte er sich in einem Film, der am Montag in der ARD ausgestrahlt wurde.
Im Oktober sprach Wolfram Weimer mit der Journalistin Jessy Wellmer für eine ARD-Reportage, die am Montag ausgestrahlt wurde. Darin legte Weimer ein Bekenntnis zum Kulturkampf gegen Rechts ab – was auch Thema bei NIUS Live war.
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Weimer sagt: „Wir müssen in der Mitte der Gesellschaft lauter werden, weil die Extreme so laut sind, dass wir in der Mitte uns wie in einer Schweigespirale langsam wegdrehen und abducken. Und da empfinde ich mich schon als Kulturkämpfer sozusagen für den weiten Raum der bürgerlichen Mitte. Und das ist jetzt egal, ob man grüner konnotiert ist oder gelber, schwarzer oder roter. Aber gegen diese Polarisierung und vor allen Dingen gegen diesen so mächtig werdenden Autoritarismus der Rechten.“
Jessy Wellmer fragt: „War die Gesellschaft so woke?“
Weimer antwortet: „Der Liberalismus der letzten 50 Jahre, der ist natürlich grosso modo auch bis hinein in die Überschläge des Woken oder Linken positiv gewesen für die westlichen Gesellschaften. Das ist doch gar keine Frage.“
Der Kulturstaatsminister fährt fort: „Die Übertreibungen, die dann am Ende stattgefunden haben, die haben sicher auch zu einem Backlash auf der anderen Seite geführt. Aber ich vertrete nicht die These, dass das deswegen auf der rechten Seite jetzt so wächst.“
Brisant ist dieses Bekenntnis auch deshalb, weil Weimer 2018 ein Buch mit dem Titel „Das konservative Manifest“ veröffentlichte. Mit seinen heutigen Aussagen ist das kaum noch in Einklang zu bringen.
Hinzu kommt: Selbst bei diesem Manifest ist inzwischen unklar, was tatsächlich Weimers eigenen Gedanken entspringt. Der Kulturstaatsminister steht derzeit in der Kritik, weil zentrale Passagen des Buches plagiiert sein sollen.
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