„Die EM soll auf Teufel komm raus zur Vielfaltskampagne ausgenutzt werden”
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Hautfarbe sollte heutzutage im Profisport keine Rolle mehr spielen. Eigentlich ist das selbstverständlich. Doch die Vizepräsidentin des deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Grüne), schockiert mit einem rassistischen Post auf X (ehemals Twitter). Sind die selbsternannten grünen Antirassisten in Wahrheit selbst rassistisch?
Darüber sprachen am Donnerstagmorgen Waldi Hartmann und Julius Böhm mit Alex Purrucker bei NIUS LIVE:
„Diese Regierung muss einfach alles politisieren“
NIUS LIVE Moderator Alex Purrucker fasst die Lage zusammen: „Die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt hat er gestern folgenden X (ehemals Twitter) Tweet abgesetzt. Ich zitiere jetzt: ‚Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, das wären nur weiße deutsche Spieler.‘ Ja, was soll das?“
Weiter zitiert Purrucker NIUS-Reporter Julian Reichelt dazu: „Diese Regierung muss einfach alles politisieren und sieht einen Sieg der Mannschaft vor allem als Bestätigung von Vielfaltsideologie und Migrationspolitik. Es gibt niemanden im Land, der je eine weiße Nationalmannschaft gefordert hätte.“
Waldi weiß, wieso sich Politiker zu großen Sportevents äußern: „Immer dann, wenn es große Sportereignisse gibt und die Europameisterschaft ist ja eins, dann entdecken plötzlich Politiker: Ah, da kommt man in die Medien. Wenn ich jetzt dazu was sage, bin ich auch dabei.“
Purrucker fügt hinzu: „Sie hat übrigens diesen Tweet mittlerweile gelöscht und sich dafür entschuldigt. Aber das macht es auch nicht besser. Sorry, das macht es nicht besser.“
„In dieser Mannschaft ist Hautfarbe kein Thema“
Purrucker attestiert Göring-Eckardt einen verkehrten Vielfaltsbegriff: „Ich meine, ich sage es noch mal ganz deutlich, weil es ist so entsetzlich: Die Hautfarbe der Spieler in diesem Zusammenhang zu thematisieren, das ist doch genau das Gegenteil von dem, was von Vielfalt propagiert wird. Vielfalt ist für mich, vielleicht liege ich da falsch, Selbstverständlichkeit, nicht Ausgrenzung. Sie unterstellt ja hier im Grunde, auch wenn man es ganz genau nimmt, den weißen Spielern im Umkehrschluss schlechter Fußball zu spielen.“
Für Waldi steht fest: „Das Allerwichtigste ist und das vergessen wir dabei: Es geht um die Betroffenen. In dieser Mannschaft ist das kein Thema, das ist das Allerwichtigste. Da wird doch nicht nach Hautfarbe aufgestellt, oder da kommt doch nicht Toni Kroos zum Trainer und sagt: Trainer, mir wäre eigentlich der Emre Can lieber, weil er ein Türke ist oder weil der eine schwarze Hautfarbe hat.“

Für sie ist Hautfarbe ein Thema – Katrin Göring-Eckardts Tweet
Waldi erzählt aus der Vergangenheit: „Ich weiß, dass es so etwas mal gegeben hat, dass quasi eine Mauer durch die Mannschaft gegangen ist, durch die holländischen Nationalmannschaft. Das ist aber schon lange her, als die Spieler aus Suriname eine eigene Clique waren und die, jetzt sage ich mal die Weißhäutigen, eine eigene Clique waren. Das ist durch die Mannschaft damals gegangen, das ist aber 30 Jahre her. Jetzt findet das nicht mehr statt. Guck dir die Truppe an, die gucken sich doch nicht wegen der Hautfarbe anders an, die gucken dich an: Was hast du für eine Scheiße heute gespielt oder heute warst du geil.“
„Es gibt auch Rassismus gegen weiße Menschen. So einfach ist das.“
Böhm kommt noch einmal auf den Post von Göring-Eckardt zurück: „Das Entscheidende ist ja, oder das große Problem in der Rassismuslogik vieler linker und linksorientierter Menschen ist, dass sie behaupten, es gibt Rassismus nur in eine Richtung. Allein dieser Gedanke ist ja rassistisch, weil man sozusagen eine gewisse Gruppe per se zu Opfern macht und eine andere Gruppe per Hautfarbe zu Tätern macht. Und daraus, aus dieser Logik heraus, kann ich mir vorstellen, kommt dieser Tweet. Katrin Göring-Eckardt hat ja inzwischen, erst in der Nacht und nach viel Kritik, auch aus der Bundesregierung, selbst von Wolfgang Kubicki und dergleichen den Tweet gelöscht, mit der Erklärung: ‚Habe meinen Tweet gelöscht. Tut mir leid, wie ich formuliert habe. Mich hat aufregt, dass 21 Prozent der Deutschen es besser finden, wenn mehr Weiße in der Nationalelf wären. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und wünsche mir, dass wir auch die 21 Prozent noch überzeugen.‘“

Einigkeit und Recht und Vielfalt – 21 Prozent sprachen sich bei einer Umfrage des WDR für mehr weiße Spieler in der Mannschaft aus
Böhm weiter: „Wir haben ja vergangene Woche darüber gesprochen, da geht es um diese Arte-Doku: Einigkeit und Recht und Vielfalt. Die Umdichtung sozusagen der ersten Worte unserer Nationalhymne, in der bei einer Umfrage diese Frage des WDR gestellt worden ist: Hätten Sie lieber mehr weiße Thomas Müller in der Mannschaft. Dann haben halt 1/5 der Menschen gesagt: Ja, keine Ahnung, warum nicht. Und darauf ist sie angesprungen. Allein, weil vor der EM diese Debatte in den öffentlichen Medien losgetreten wurde, weil überhaupt darüber gesprochen wurde. Wir nutzen jetzt dieses Turnier und dieses Rosa Trikot und dass da so viele Leute aus verschiedenen Ländern spielen, pauschal, um Propaganda für die Vielfalt im Land zu machen, über die sich Nagelsmann und Kimmich ganz deutlich geäußert haben.“
Böhm kritisiert die Politisierung der Fußball-Europameisterschaft: „Aber allein der Gedanke war ja, wir nutzen jetzt das Turnier und das Thema Fußball und die Buntheit der Mannschaft, um das auf unser Land zu überstülpen und zu sagen: So muss das Land sein und das ist toll. Und allein, weil dies das Ziel war, sprechen wir da heute drüber. Wir hätten niemals darüber gesprochen, welche Hautfarbe, wer im Land hat oder welcher Spieler ist besser oder schlechter, oder ob Thomas Müller das Leistungsniveau herunterzieht, weil er eine weiße Haut hat, nur weil mit Gewalt die EM zum Thema Vielfalt ausgenutzt werden sollte, stehen wir an dem Punkt, dass Katrin Göring-Eckardt jetzt einen Rassismusskandal an den Hacken hat. Und ja, es gibt auch Rassismus gegen weiße Menschen. So einfach ist das.“
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