Die Polizei suchte RAF-Terroristin Klette 30 Jahre – DIESER Mann fand sie in 30 Minuten
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Es gibt Geschichten, die mag man nicht glauben, sie sind trotzdem wahr.
30 Jahre lang suchten deutsche Behörden nach den drei RAF-Terroristen der sogenannten 3. Generation. Die Polizei nahm Daniela Klette fest (NIUS berichtete), die zwei anderen Gesuchten sind weiter auf der Flucht. Jetzt stellt sich heraus: Die Festnahme Klettes war kein Fahndungserfolg der Innenministerin Nancy Faeser.
Über die unglaublichen Hintergründe, wie Klette aufgespürt wurde, berichtet die taz. Der Mann, der sie vor allen anderen gefunden hat, heißt Michael Colborne. Er ist Forscher beim Recherchennetzwerk Bellingcat in Amsterdam. In einem Interview mit der Zeitung taz werden jetzt Details bekannt, die unsere Behörden wie Trottel aussehen lassen.

Der besagte taz-Artikel
Colborne: „Für den ganzen Prozess habe ich etwa 30 Minuten gebraucht“
In dem Interview fragt die taz: Wie lange haben Sie gebraucht, um die Terroristin Klette zu finden? Colborne: „Für den ganzen Prozess habe ich etwa 30 Minuten gebraucht. Also von der Suche nach dem Gesicht von Daniela Klette bis zur Hypothese, dass es sich bei den Fotos einer älteren Frau in einem brasilianischen Kulturzentrum, die ich gefunden hatte, sehr wahrscheinlich um Daniela Klette handelt.“ Colborne blieb skeptisch, er ließ die Fotos von einer zweiten KI untersuchen. Ergebnis: Es war die gesuchte Terroristin.
„Wundert es Sie, dass Sie Klette nach Minuten gefunden haben, während die Polizei sie in 30 Jahren nicht aufgespürt hat?“ Antwort: „Eher macht es mir Sorgen. Nicht unbedingt, weil ich mich frage, wie intensiv die Polizei in Deutschland nach anderen Leuten sucht.“
„Haben Sie Technologie benutzt, die die Polizei nicht nutzen kann?“, fragt die taz. Michael Colborne: „Alles, was ich verwendet habe, kann jeder andere auch benutzen. Man muss nur etwa 30 Euro dafür zahlen.“ Der Forscher weiter: „Ich denke, dass die Polizei sich mit digitalen Techniken vertrauter machen muss. Allein schon, weil es immer mehr Fälschungen durch KI gibt, sogenannte Deepfakes. Es wird immer schwieriger, gefälschte Bilder, Audiodateien und Videos zu erkennen.“

Innenministerin Nancy Faeser (SPD)
Faeser spricht von einem „großen Erfolg“ der Behörden
Die Geschichte der Festnahme der Terroristin Daniela Klette kann nicht erzählt werden, ohne den eigentlichen Aufdeckungs-Helden Michael Colborne zu nennen. Die Ermittlungsbehörden und das Innenministerium unter Nancy Faser haben es nicht getan. Ihr Kommentar: Die Festnahme der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette ist ein „Meilenstein“ in der deutschen Kriminalgeschichte. Ein „Meisterstück“ der gemeinsamen Arbeit des Landeskriminalamts Niedersachsen und der Staatsanwaltschaft Verden, feierte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) den Zugriff. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nannte die Festnahme Klettes einen „großen Erfolg“ der Polizei- und Ermittlungsbehörden.
Für das Innenministerium scheint nicht zu gelten, was der Volksmund schon lange weiß: Eigenlob stinkt!
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