Gazprom involviert: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Sabotage der deutschen Gasversorgung
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Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Sabotage der deutschen Gasversorgung und hat dazu am Mittwoch mehrere Objekte in Berlin und Frankfurt am Main durchsuchen lassen. Beschuldigter ist ein russischer Staatsangehöriger.
Hintergrund sind die Vorgänge um die damalige Gazprom Germania GmbH im Frühjahr 2022. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde das Unternehmen damals über Umwege aus dem russischen Gazprom-Konzern herausgelöst. Der neue Eigentümer soll anschließend die Liquidation der Gesellschaft angeordnet haben, die zu diesem Zeitpunkt über mindestens 25 Prozent der deutschen Erdgasspeicherkapazitäten verfügte.

Rohrsysteme der Gas-Empfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 in Lubmin/Mecklenburg-Vorpommern (Archivbild)
Die Bundesanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass die Veräußerung und geplante Abwicklung des Unternehmens darauf abzielten, die Gasversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, die Umsetzung des Liquidationsbeschlusses unterstützt zu haben. Verhindert worden sei dies erst durch das Eingreifen des Bundeswirtschaftsministeriums, das die treuhänderische Verwaltung der Gazprom Germania GmbH durch die Bundesnetzagentur anordnete.
Ermittelt wird wegen des Verdachts der versuchten verfassungsfeindlichen Sabotage sowie wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Festnahmen gab es zunächst nicht.
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