„Gewaltorgie am Halloweenabend“ in Marl: Migrantische Jugendgruppe greift Polizei und Feuerwehr mit Böllern und brennenden Einkaufswagen an
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Am vergangenen Donnerstag, dem Abend von Halloween, ist es in Marl zu schweren Ausschreitungen gekommen, bei denen Randalierer mit massiver Gewalt gegen Einsatzkräfte vorgingen. Das berichtet das Lokalportal Ausblick am Hellweg unter Berufung auf eine Polizeimeldung des Polizeipräsidiums Recklinghausen. Demnach seien Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit Böllern, Steinen und brennenden Einkaufswagen angegriffen worden. Auch eine Gruppe von Stadtmitarbeitern, unter denen sich der Bürgermeister befand, wurde gezielt mit Pyrotechnik beworfen.
Um die Lage zu kontrollieren, hatte die Polizei im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) eine Videoüberwachungsanlage installiert, da es im Vorjahr zu Halloween zu ähnlichen Vorfällen gekommen war. In diesem überwachten Bereich blieb es ruhig; die gewalttätigen Angriffe gingen jedoch von einem angrenzenden Wohngebiet aus.
Gegen 20:00 Uhr sollen vermummte und maskierte Randalierer begonnen haben, Einsatzkräfte mit Pyrotechnik von einer Verbindungsbrücke aus zu bewerfen. Einkaufswagen, die mit brennbarem Material gefüllt und angezündet wurden, schoben sie gezielt in Richtung der Einsatzkräfte. Während die Feuerwehr versuchte, die Flammen zu löschen, wurden sie zudem mit Steinen beworfen, so das Portal.
Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und Diensthunden gelang es den Einsatzkräften schließlich, vier junge Männer festzunehmen und neun weitere in Gewahrsam zu nehmen. Unter den Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 25 Jahren fanden sich laut Polizei Personen mit deutsch-libanesischer, deutsch-türkischer, deutscher, serbischer und syrischer Staatsangehörigkeit. Sie stammen aus Marl.
Die Polizei ermittelt nun wegen schwerem Landfriedensbruch, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Außerdem wurden illegale Böller und Drogen sichergestellt. Bild- und Videomaterial wird ausgewertet, um weitere Straftaten und Täter zu identifizieren.
Innenminister Reul zeigt sich „fassungslos“
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen zeigte sich schockiert über die Vorfälle: „Diese Randalierer wollten bewusst Einsatzkräfte treffen und verletzen. Das macht mich wütend. Diese hinterhältigen Angriffe kamen aus dunklen Ecken, in die sich die Täter dann wieder zurückgezogen haben. Ich bin erleichtert, dass bei diesen Angriffen niemand zu Schaden gekommen ist.“

Der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul.
Auch Innenminister Herbert Reul verurteilte die Angriffe scharf: „Viele Monster, Hexen und Gespenster haben in NRW friedlich gefeiert, das habe ich mir in Köln auch selbst angeschaut. Wenn aber Chaoten in Marl meinen, sich zu vermummen, Einkaufswagen anzuzünden, mit Böllern Polizisten zu attackieren und mit Steinen auf Feuerwehrleute zu werfen, lässt mich das fassungslos zurück.“
Reul lobte das konsequente Eingreifen der Polizei und betonte: „Wer Einsatzkräfte attackiert, muss identifiziert, konsequent angezeigt werden und die volle Härte des Rechtsstaates zurückbekommen!“
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