„Ich bin der, den ihr sucht“: Polizei nimmt mutmaßlichen Terroristen von Solingen fest
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In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat sich der Messerangreifer von Solingen der Polizei gestellt. Kurz vor 23 Uhr, etwas mehr als 24 Stunden nach dem Anschlag, stellte sich ein 26-Jähriger einer Polizeistreife. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigte die Festnahme in den ARD-Tagesthemen.
Wie Spiegel und BILD berichten, soll es sich bei dem Tatverdächtigen um den Syrer Issa al H. handeln. Er kam Ende Dezember 2022 nach Deutschland und stellte einen Asylantrag, in Bielefeld. Ein Jahr später erhielt er subsidiären Schutz, den syrischen Migranten häufig erhalten. Geboren wurde der 26-Jährige in Deir el-Zor, die Stadt gilt als einstige Hochburg des IS. Den Sicherheitsbehörden soll er bislang nicht als islamistischer Extremist bekannt.
Bei der Festnahme soll H.s Kleidung schmutzig und blutverschmiert gewesen sein. Zudem seien auch Beweisstücke gefunden worden, so Reul. Zudem soll der Mann dem Streifenwagen entgegengerufen haben: „Ich bin der, den ihr sucht.“

Der NRW-Innenminister Herbert Reul.
Auf einem Jubiläumsfest der Stadt Solingen hatte ein Täter willkürlich auf Umstehende eingestochen haben. Zwei Männer im Alter von 67 und 56 Jahren sowie eine 56-jährige Frau starben. Sechs Menschen wurden schwer verletzt, vier davon lebensgefährlich. Anschließend entkam der Messeranggreifer, seit Freitagnacht wird mit Hochdruck nach ihm gefahndet. Am Sonntagmorgen hat die Bundesanwaltschaft als oberste deutsche Anklagebehörde die Ermittlungen übernommen. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf mit.
Mit Blick auf die Durchsuchung einer Flüchtlingsunterkunft in Solingen sagte Reul, sie sei ein Teil von weitergehenden Informationen gewesen, die verwertet worden seien. Man habe den ganzen Tag eine heiße Spur verfolgt. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir vor wenigen Minuten diese heiße Spur erfolgreich beendet haben, der, den wir den ganzen Tag in Wirklichkeit gesucht haben, der ist seit kurzer Zeit bei uns in Gewahrsam.“

Polizisten in der nordrhein-westfälischen Innenstadt.
Zuvor hatte die Polizei einen 15-Jährigen, der sich mit dem Verdächtigen al-H. vor der Tat über einen möglichen Messerangriff unterhalten haben soll. Dem kirgisischen Jugendlichen wird deshalb das Nichtanzeigen einer geplanten Straftat zur Last gelegt. Er verweigert bislang die Aussage.
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