Italien: Deutsches „Seenotrettungsschiff“ erneut festgesetzt
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Die italienischen Behörden haben das Seenotrettungsschiff „Sea-Eye 4“ der deutschen Hilfsorganisation „Sea-Eye“ für 20 Tage im Hafen von Vibo Valentia festgesetzt. Die Organisation habe sich nach der Aufnahme von 48 Migranten im Mittelmeer nicht an die Anweisungen der libyschen Küstenwache gehalten.
Italiens Regierung setzt somit ihren Knallhart-Kurs gegen sogenannte Seenotretter fort. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb weniger Monate, dass dem Schiff der Regensburger Organisation die Weiterfahrt untersagt wird. Die italienischen Behörden werfen Sea-Eye vor, die Anweisungen der libyschen Küstenwache, das Seegebiet zu verlassen, nicht befolgt zu haben.
Laut Sea-Eye habe die libysche Küstenwache das Schlauchboot mit „gefährlichen Manövern“ bedrängt, was zum Tod von vier Menschen geführt habe. Das Schiff brachte die Überlebenden und die vier Leichen am Sonntag nach Vibo Valentia. Dort wurde das Schiff von den italienischen Beamten festgesetzt.
Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat mit einem neuen Gesetz das Vorgehen gegen zivile Seenotretter massiv verschärft. Bei Verstößen sind nun Verhaftungen und Geldstrafen vorgesehen. Hilfsorganisationen kritisieren, dass sie bei der „Rettung“ von Menschen in Seenot behindert werden.
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