Japan beschließt Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren
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- Japan hat die Verlängerung der Laufzeit bestehender Atomreaktoren beschlossen.
- Das Parlament setzte am Mittwoch ein Gesetz in Kraft, mit dem die Betriebsdauer nicht länger auf 60 Jahre beschränkt wird – sondern potenziell unbegrenzte Laufzeiten möglich werden.
- Das rohstoffarme Land ähnlich wie Deutschland will seine Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten verringern.
Japan glaubt weiter an Atomkraft und an Klimaschutz. Um unabhängig von Öl- und Gasimporten zu sein, verpasst die japanische Regierung ihren Atomkraftwerken eine Laufzeitverlängerung auf unbestimmte Zeit. Auch so will Japan seine Klimaschutzziele erreichen: bis zum Jahr 2050 soll der CO2-Ausstoß auf Null reduziert werden. Zwar soll auch die Nutzung erneuerbarer Energien ausgebaut werden, doch zugleich wird Kernenergie als unerlässlich angesehen.
Nach der Katastrophe in Fukushima hatte Japan sämtliche Meiler im Land zunächst heruntergefahren und verschärfte Sicherheitsstandards eingeführt. Von Japans gegenwärtig 33 betriebsbereiten Reaktoren sind bislang erst zehn Meiler wieder ans Netz genommen worden. Für weitere Reaktoren haben die Betreiber die Genehmigung zum Wiederanfahren beantragt.
Die Regierung will bis zum Jahr 2030 etwa 20 bis 22 Prozent der Stromerzeugung aus Kernenergie gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten allein rund 30 Reaktoren wieder in Betrieb genommen werden. Die Pläne der Regierung sehen außerdem den Bau von neuen Atomreaktoren der nächsten Generation vor, die langfristig die alten Reaktoren ersetzen sollen.
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