Krankes palästinensisches Kind: Journalistenverband kritisiert Propaganda-Fotos, die nicht auf „Hungersnot in Gaza zurückzuführen“ sind
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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ruft Medien in Deutschland zu erhöhter Wachsamkeit im Umgang mit Bildern aus dem Gaza-Krieg auf. Anlass ist die „zunehmende Zahl von Manipulationsversuchen mit Hilfe von professionell erstellten Pressefotos.“ Weiter schreibt der Verband in einer Pressemitteilung:
„Aktuell betrifft das in internationalen Medien veröffentlichte Fotos von stark abgemagerten Kindern, deren Zustand jedoch offenbar nicht auf die Hungersnot in Gaza zurückzuführen ist.“
Gemeint sind damit die Fotos kranker und behinderter Kinder, die palästinensische „Journalisten“ aus Gaza verbreiten, wo sie unter der Kontrolle der Hamas arbeiten. Unter anderem das ZDF heute journal, der Stern und Die Zeit hatten sie zum Symbolbild einer Hungerkatastrophe in Gaza stilisiert.

Von der türkischen Bildagentur Anadolu bei Imago Images eingestelltes Foto. Es datiert auf den 30.7.25 und soll ein authentisches „Hungerbild“ bei einer Gaza-Suppenküche zeigen. Ist es gestellt?
„Meinungsmedien nutzen die Macht von Bildern, um die öffentliche Meinung zu steuern“
In der Tat: Wer Kriegsbilder veröffentlicht, muss wissen, woher sie stammen und unter welchen Umständen sie entstanden sind.

Dieses Foto, mit dem Israel angeklagt wurde, ging um die Welt – es war irreführend.
DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster kritisiert: „Kriegsparteien aller Seiten, in- und ausländische Meinungsmedien sowie Geheimdienste nutzen wie noch nie die Macht von Bildern, um die öffentliche Meinung zu steuern.“
Deshalb, heißt es in der Pressemitteilung weiter, „müsse die Rolle der Bildredaktionen innerhalb der journalistischen Abläufe und in der Personalplanung der Medienunternehmen gestärkt werden.“ Beuster betont: „Bildredaktion heißt auch Fact-Checking.“
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