Junger Schweizer gab sich als Frau aus, um der Wehrpflicht zu entgehen
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- Ein 23-jähriger Schweizer hat sein Geschlecht geändert, um der Wehrpflicht zu entgehen.
- Wie der junge Mann der Schweizer Zeitung Matin Dimanche verriet, fühlt er sich in Wirklichkeit nach wie vor als Mann.
- In einem Interview schildert er, wie unkompliziert und schnell sein Wandel zum anderen Geschlecht vonstatten ging.
Ein junger Schweizer hat sein Geschlecht geändert, um der Wehrpflicht zu entgehen. Das meldet die französischsprachige Schweizer Zeitung Matin Dimanche. Der heute 23-Jährige gab dem Blatt ein anonymisiertes Interview, in dem er erklärte, er fühle sich zu 100 Prozent als Mann – obwohl er seit einem Jahr offiziell eine Frau ist.
Er wurde nicht mal befragt
In der Schweiz kann jeder, der die „innere Überzeugung” hat, im falschen Körper geboren zu sein, bereits seit Januar 2022 sein eingetragenes Geschlecht im Schnellverfahren ändern. Dafür ist weder eine medizinische Untersuchung, noch ein Gerichtsbeschluss erforderlich. Der junge Mann sagt, er habe sein Geschlecht aus Protest gegen dieses Gesetz geändert: „Ich wollte die neue Regelung ad absurdum führen. Aber ich wollte auch nicht in die Armee gehen.” Seine Eltern sind eingeweiht, doch bis auf sie, so erzählte der junge Mann dem Blatt, wisse niemand, dass er offiziell eine Frau sei.
Die Schilderungen über das Verfahren muten absurd an. Bei der Änderung, die er bereits im Juni 2022 vornahm, wurde er zu nichts befragt, erzählt der junge Mann. Und das, obwohl er keinerlei Anzeichen von Weiblichkeit gezeigt habe. Er musste lediglich ein Dokument unterschreiben und wurde so innerhalb von Minuten zur Frau.
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