Zwei Dutzend Sitzungen bei klassischer Musik: Künstler malt Merkel-Portrait fürs Kanzleramt
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Ein eher unbekannter Künstler, der 28-jährige Deutsch-Franzose Jérémie Queyras, hat ein Porträt von Altkanzlerin Angela Merkel gemalt. Es soll die die Galerie im Kanzleramt schmücken.
Angela Merkel ist zurück, jedenfalls in Öl und auf Leinwand. Am 30. Juni findet die Vernissage statt, vom 1. bis 4. Juli wird das Bild für einige Wochen im Berliner Bode-Museum ausgestellt. Danach kommt es in die Ahnengalerie des Kanzleramts, wo die Porträts von Merkels sieben Amtsvorgängern von Konrad Adenauer bis Gerhard Schröder an einer kargen Wand hängen.
Wie die Zeit berichtet, saß die Bundeskanzlerin a.D. über mehrere Monate in gut zwei Dutzend Sitzungen Modell, ein, zwei Stunden, manchmal länger. Dazu lief klassische Musik. Das Bild im Format 110 mal 140 Zentimeter soll Merkel in einem ihrer typischen Blazer und mit Bernsteinkette zeigen, auf die typische Handhaltung, die „Merkel-Raute“ wurde verzichtet. Am Ende entschieden sich Merkel und Queyras für einen blauen Blazer.

Angela Merkel im Mai auf der Digitalmesse re:publica 26.
„Da häng ich dann eben“
Wie es heißt, soll das Porträt Lebendigkeit ausstrahlen – die Bildnisse früherer Regierungschefs, fand der Künstler laut Zeit lieblos präsentiert –, aber auch nichts schönen, Merkel sähe „ein wenig mitgenommen“ aus. „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird“, wird die Altkanzlerin zitiert. „Da häng ich dann eben.“
Den Maler und das Material hat Merkel laut des Berichts selbst gezahlt, um keine Diskussionen aufkommen zu lassen. Wegen vom Steuerzahler bezahlter Friseur- und Stylistenbesuchen war die Altkanzlerin zuvor in die Kritik geraten.
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