Nach Kürzungs-Beschluss: Bauern blockieren Deutschlands größten Flughafen
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Mit mehr als 2000 Traktoren haben Tausende Bauern den Frankfurter Flughafen lahmgelegt – am Tag, nachdem der Bundestag mit der Mehrheit der Ampel-Stimmen die Kürzungen für Landwirte beschlossen hat, wollen die Bauern erneut ihrem Unmut Luft verschaffen.
Unter dem Motto „Fairer Wettbewerb in globalen Märkten!“ brachen Tausende Bauern um 6 Uhr morgens Richtung Flughafen auf. Geplant sei eine Protestfahrt rund um das Gelände, heißt es. Passagiere müssen sich auf Beeinträchtigungen bei der Anreise einstellen, die Polizei erwartet Straßensperrungen bis zum Nachmittag. Der Flughafenbetreiber Fraport bittet darum, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder für die Anreise im Auto mehr Zeit einzuplanen.

Rund 2000 Traktoren waren für die Demo rund um den Flughafen angemeldet.
Am Freitag hatte der Bundestag mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP den Bundeshaushalt für das Jahr 2024 beschlossen und damit auch, dass die sogenannte Agrardieselrückvergütung schrittweise auslaufen wird. Gegen diese Mehrbelastung von rund 500 Millionen Euro pro Jahr – aber auch gegen grundsätzliche Probleme in der Agrarpolitik – hatten die Landwirte in den vergangenen Wochen deutschlandweit und zu Hunderttausenden demonstriert.
Der Frankfurter Flughafen wurden nun als Demo-Ort ausgewählt, um die weltweite Konkurrenz, mit denen deutsche Landwirte in Wettbewerb stehen, zu symbolisieren. Die Erhöhung der Kosten für Diesel würde die ohnehin gebeutelte Landwirtschaft noch weniger wettbewerbsfähig machen, so die Argumentation der Bauern.
Besonders betroffen sind rund um den Frankfurter Flughafen die Bundesstraßen 43 und 44, der Airportring sowie die Anschlussstelle Zeppelinheim der A5. „Nördlich des Frankfurter Flughafens gegen den Uhrzeigersinn westlich um den Flughafen herum über Mörfelden zur Cargo City Süd und nach einem U-Turn wieder zurück im Uhrzeigersinn. Die Rundfahrt endet Richtung Schwanheim“, erklärte der hessische Bauernverband die geplante Route.
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