Nach Notruf wegen häuslicher Gewalt: Polizeibekannter Libanese schlägt seinen 65-jährigen Nachbarn tot
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Am Montag wird die Polizei per Notruf nach Minden in ein Wohnhaus gerufen. Der Grund: Ein möglicher Fall von häuslicher Gewalt. Wer den Notruf tätigt, ist unklar. Auch gegen wen die häusliche Gewalt ausgeübt wurde, will die Polizei aus Opferschutzgründen auf Nachfrage von NIUS nicht beantworten.
Vor Ort erteilt die Polizei einem vierzigjährigen Mann, der im Verdacht steht, die häusliche Gewalt ausgeübt zu haben, eine Wohnungsverweisung und ein Rückkehrverbot. Sie nehmen den Libanesen, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, mit aufs Revier. Am Folgetag entlassen ihn die Beamten morgens gegen 8 Uhr aus dem Gewahrsam.
Trotz der „Wohnungsverweisung“ fährt der Mann, der bereits wegen zahlreicher Delikte polizeibekannt ist, zielgerichtet zurück zu seiner Wohnung. Wieder wird die Polizei alarmiert. Wieder nehmen die Beamten den Libanesen fest. Ihnen fallen jedoch Blutanhaftungen an seiner Kleidung auf, die offensichtlich nicht von dem 40-Jährigen stammten.
Tatverdächtige sitzt in U-Haft
Bei einer näheren Begutachtung des Treppenhauses fällt der Polizei eine aufgebrochene Tür einer Wohnung auf. „Es handelte sich um eine Nachbarswohnung“, bestätigt die Polizei gegenüber NIUS. In der Wohnung finden die Beamten einen bereits verstorbenen 65-jährigen Mindener mit massiven Verletzungen am Kopf. Welche Nationalität das Opfer hatte, will die Polizei nicht preisgeben. Jetzt ermittelt die Mordkommission.
Der dringend tatverdächtige Libanese wird am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Nach den derzeitigen Erkenntnissen bestand zwischen dem Verstorbenen und dem dringend Tatverdächtigen zuvor keine Verbindung. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an“, teilt die Polizei Bielefeld mit.
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