Nix wie weg hier! Jeder fünfte junge Deutsche denkt ans Auswandern
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Wirtschafts-Dauerkrise, eine Regierung, die sich nicht für die Belange junger Menschen zu interessieren scheint, unbezahlbarer Wohnraum. Das sind die wichtigsten Gründe dafür, dass jeder fünfte junge Deutsche ins Ausland will – und zwar aus dem linken wie aus dem rechten Spektrum. Die Studie „Jugend in Deutschland – Zukunft unter Druck“ von Jugendforscher Simon Schnetzer untersucht die Einstellungen, Sorgen und Zukunftsperspektiven von 14- bis 29-Jährigen. Das Ergebnis lässt sich schnell zusammenfassen: Goodbye Deutschland!
62 Prozent nannten als Grund die Kriege in Europa und Nahost. Sicherlich spielt hier auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht für alle nach 2008 Geborenen eine Rolle. Weitere Gründe für die Abwanderungspläne werden in der Studie genannt: Viele junge Menschen sorgten sich wegen der Politik von US-Präsident Donald und wegen des Klimawandels um ihre Zukunft und wären daher bereit, ihre Heimat zu verlassen.

Zum neunten Mal untersucht die Trendstudie die Einstellungen von Jugendlichen.
Schockzahl: 41 Prozent können sich vorstellen, auszuwandern
Die Überraschung: Während rund ein Fünftel der Befragten angibt, konkrete Pläne für einen Wegzug zu haben, sind sogar 41 Prozent bereit, Deutschland perspektivisch zu verlassen und künftig lieber in einem anderen Land zu leben. Nur 31 Prozent verneinen diese Aussage. Der Rest ist unentschlossen.
Eine deutliche Mehrheit hat der Studie zufolge nicht den Eindruck, dass die Politik die Perspektiven „einfacher Leute“ ausreichend berücksichtigt. Viele zweifeln zudem, ob sich Leistung in Deutschland noch lohnt: Wirtschaftliche Unsicherheit und KI verschlechtern aus Sicht vieler junger Menschen die beruflichen Chancen. Das Versprechen „Ihr sollt es einmal besser haben“ kann oder will das Land jungen Leuten offenbar nicht mehr geben. Die Folge: Zukunft ja – aber nicht in Deutschland!
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