Rund 4500 Palästinenser kamen seit 2021 nach Deutschland
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Die Bundesregierung hat umfassend beziffert, wie viele Menschen mit palästinensischer Staatsangehörigkeit in den vergangenen fünf Jahren nach Deutschland gekommen sind. Hintergrund ist eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Pierre Lamely vom Oktober 2025. Mehrere Tausend Menschen haben sich demnach in Deutschland niedergelassen.
Insgesamt wurden seit Januar 2021 genau 4.494 Personen im Ausländerzentralregister erfasst, die unter der Bezeichnung „Personen aus den palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ geführt werden. Wie viele davon unmittelbar aus dem Gazastreifen eingereist sind, ist der Bundesregierung nicht bekannt.
Die Einreisen verteilen sich auf die Jahre wie folgt: 2021 kamen 873 Personen, 2022 waren es 910, im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 1.277 und 2024 auf 1.031. Bis Ende September 2025 wurden weitere 403 Einreisen registriert. Die Gründe für die Einreise und der jeweils erste aufenthaltsrechtliche Status im Ausländerzentralregister ergeben ein deutliches Bild. Die größte Gruppe entfällt auf Asylanträge, Asylgesuche oder die Meldung als Asylsuchender. In diese Kategorie fallen 2.776 Personen, das sind deutlich mehr als die Hälfte aller registrierten Einreisen seit 2021.

Pro-Palästina-Demonstrationen gehören in Berlin seit Jahren zum Alltag – oft mit Gewaltausbrüchen, immer mit antisemitischen Parolen.
Einreisegründe „nicht immer eindeutig“
An zweiter Stelle folgen 645 Einreisen aus familiären Gründen. Für 162 Personen wurden völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe angegeben, die nicht unter das Asylrecht fallen. Innerhalb dieser Gruppe wurden 57 Menschen über § 22 Satz 2 Aufenthaltsgesetz durch das Bundesinnenministerium aufgenommen sowie 11 Personen über § 23 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz im Rahmen von Landesprogrammen.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Gründe der Einreise im Ausländerzentralregister nicht immer eindeutig abbildbar sind und sich im Zeitverlauf ändern können. Zudem betont das Innenministerium, dass aufgrund der volatilen Lage in den palästinensischen Gebieten keinerlei belastbare Aussagen zu möglichen Zuzugszahlen in den kommenden fünf Jahren getroffen werden können.
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