Spektakuläres Boots-Unglück in Italien: Drei Geheimdienst-Agenten unter den Opfern
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- Eine Boots-Katastrophe auf dem italienischen Lago Maggiore forderte vier Todesopfer, darunter drei Geheimdienstagenten
- Ein Unwetter mit starkem Wind ließ das Boot kentern, während ein Treffen zwischen italienischen und israelischen Agenten stattfand.
- Taucher konnten das letzte Opfer erst am folgenden Montagmorgen bergen.
Am vergangenen Sonntagabend waren 21 Personen an Bord eines gemieteten Hausboots auf dem Lago Maggiore, als plötzlich ein Unwetter aufzog. Ursprünglich berichteten Medien von einer Geburtstagsfeier, doch laut der italienischen Tageszeitung La Stampa handelte es sich um ein Treffen zwischen dem italienischen und israelischen Geheimdienst. Der aufkommende Sturm und die starken Winde ließen das Boot, das sich 150 Meter vom Ufer entfernt befand, gegen 19 Uhr kentern.
Vier Todesopfer, drei Geheimagenten
Vier Personen, darunter zwei Italiener, eine Russin und ein Israeli, verloren bei dem Unglück ihr Leben. Die beiden Italiener waren laut Staatsanwaltschaft von Busto Arsizio nahe Mailand Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes. Der Israeli stand ebenfalls in Verbindung mit dem Geheimdienst. Die Russin, die Partnerin des Bootsbesitzers und Kapitäns, wohnte auf dem Hausboot, das auch für Feiern zur Verfügung gestellt wurde.
Deutsche Opfer ausgeschlossen, Israelis bestätigt: Das deutsche Generalkonsulat in Mailand bestätigte, dass keine Deutschen unter den Opfern waren. Das israelische Außenministerium bestätigte jedoch den Tod eines etwa 50-jährigen Israelis. Das letzte der vier Opfer wurde erst am Montagmorgen von Tauchern gefunden und geborgen.
Unwetter brachte Boot zum Kentern
Anwohner berichteten, dass das Wetter an dem Tag zunächst schön war, aber am Nachmittag ein großes Gewitter aufzog. Bereits gegen 17 Uhr wurde die Provinz Varese, in der sich der Lago Maggiore befindet, von schlechtem Wetter heimgesucht. Zeugenaussagen der überlebenden Passagiere, die in der Corriere della Sera zitiert wurden, beschrieben, wie das Boot plötzlich kippte und kenterte. „Es gab die ganze Woche schon Wetterwarnungen“, sagte Giovanni Buzzi, der Bürgermeister von Sesto Calende.
Laut der italienischen Zeitung La Stampa war das Boot nur für maximal 15 Gäste ausgelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, wie das Kentern zustande kam und warum das Boot nicht in den Hafen zurückkehrte.
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