Verkehrs-Umfrage: Jeder Dritte meidet die Deutsche Bahn wegen Verspätungen
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Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung vermeidet laut einer neuen Umfrage wegen der chronischen Verspätungen und Pannen die Fahrt mit der Bahn. Und über ein Viertel geht Zugfahrten zumindest vor wichtigen Terminen aus dem Weg, um nicht unpünktlich zu sein. Das sind die Hauptergebnisse der diesjährigen Mobilitätsstudie der HUK Coburg.
„Haben sich Planungen für Bahnfahrten bei Ihnen durch die verbreiteten Pünktlichkeitsprobleme verändert“, lautete die entsprechende Frage an die 4.114 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das beantworteten 35 Prozent mit: „Ich versuche Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden.“ 28 Prozent gaben an, bei Bahnfahrten mittlerweile einen größeren Zeitpuffer zu kalkulieren, und 26 Prozent antworteten, dass sie wichtige Termine nicht mehr mit der Bahn planen.
Das Umfrageinstitut Yougov befragte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Auftrag der HUK im Januar und Februar, etwaige Auswirkungen des mit dem Iran-Krieg einhergehenden Anstiegs der Benzinpreise sind daher in der Umfrage nicht abgebildet. Die Ergebnisse sind laut HUK repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren sowohl bundesweit als auch in jedem einzelnen Bundesland.
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Die Zahl der Ausfälle gilt pro Tag. So sind im Jahr 2025 in Summe 175.200 Züge (teil-)ausgefallen.
Öffentlicher Verkehr generell nicht sehr beliebt
Am beliebtesten bleibt mit weitem Abstand der eigene Wagen: Über drei Viertel (76 Prozent) sagten, dass das Auto - unabhängig von der Art des Motors - auch in den nächsten fünf Jahren ihre Kriterien für die Wahl des Verkehrsmittels am besten erfüllen werde. Der öffentliche Verkehr gilt einer großen Mehrheit offenkundig nach wie vor als weniger komfortabel: 16 Prozent nannten die Bahn, 13 Prozent Tram und S-Bahn, und 12 Prozent den Bus. Laut Umfrage ist sogar das Fahrrad - das ebenso wie die Bahn von 16 Prozent genannt wurde, beliebter als der ÖPNV.

Kein seltener Anblick
Gleichzeitig finden große Mehrheiten, dass der Staat den öffentlichen Verkehr verbessern beziehungsweise attraktiver machen sollte: Jeweils gut zwei Drittel befürworteten kostenlosen Nahverkehr und eine höhere Taktung im Bus- und Bahnverkehr.
Die Deutsche Bahn hat 2025 einen hohen Verlust eingefahren. Nach Angaben des bundeseigenen Konzerns stand am Ende des Jahres ein Minus von 2,3 Milliarden Euro. Damit fiel das Defizit noch einmal um etwa 500 Millionen Euro höher aus als im Jahr zuvor.
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