Versprochene Förderung aussichtslos: Habecks Solar-Förderung bleibt vielen verwehrt
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- Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, verspricht das Bundeswirtschaftsministerium zinsgünstige Kredite für Hausbauer, die sich eine Solaranlage bauen möchten.
- Allerdings ist die Förderung nur eine Sache der Theorie, die meisten Banken geben diesen Kredit nicht- er gilt als unwirtschaftlich.
- Die KfW-Förderung ist am Ende also eine Fata Morgana.
Um den Ausbau der Photovoltaik zu fördern, verspricht das Wirtschaftsministerium durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attraktive, zinsgünstige Förderkredite für Hausbauer, die sich eine Solaranlage auf ihr Haus setzen wollen. Doch faktisch existiert das Programm für viele Normalverbraucher nur auf dem Papier: Sie müssen die Energiewende allein finanzieren - Es ist Habecks großer Förder-Fake.
Vorgekaugelte Großzügigkeit
Vor drei Wochen verkündete Robert Habeck die neue Strategie zur Förderung der Photovoltaik. Klares Ziel ist es, den Ausbau der Solarenergie zu beschleunigen, um den steigenden Energiepreisen, der anhaltenden Inflation und dem Krieg in der Ukraine entgegenzuwirken. „Wir brauchen mehr Tempo beim Ausbau der Solarenergie“, so die einfache Einschätzung des Ministers. Und tatsächlich: Viele Hausbesitzer ziehen inzwischen den Kauf einer Photovoltaikanlage in Betracht, um ihre Energiekosten zu reduzieren. Neben bürokratischen Hürden stellt sich vielen aber schnell die Kostenfrage: Wie soll man die Finanzierung der Solaranlagen, die für ein typisches Einfamilienhaus rund 30.000 Euro kosten, bezahlen?
Um die Finanzierungsfrage zu erleichtern hat die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das Förderprogramm 270 ins Leben gerufen, das staatlich subventionierte Förderkredite für Unternehmen, Freiberufler und Privathaushalte verspricht, die eine Biogasanlage, Windräder oder eine Solaranlage benötigen. Im besten Fall würde ein KfW-Darlehen derzeit nur etwas mehr als vier Prozent Zinsen kosten, was über eine typische Laufzeit von zehn Jahren zu erheblichen Einsparungen gegenüber einem regulären Bankkredit führen würde. Darüber hatte ntv zuerst berichtet.
Förderprogramm existiert nur in der Theorie
Klingt super, ist jedoch für viele Normalverbraucher ganz einfach nicht verfügbar. Ein Fake.
Denn die meisten Hausbesitzer ist es unmöglich, einen solchen Kredit zu erhalten.Ein Bankeberater sagte ntv: „Von deutschlandweit über 500 Finanzinstituten, mit denen er zusammenarbeite, biete kein einziges KfW-270-Förderkredite an - weder die DSL-Bank, die Commerzbank, die DKB, Sparda-Bank, die Bausparkasse Schwäbisch-Hall noch viele größere Sparkassen und Volksbanken.“ Grund: Die Kredite sind für Banken unwirtschaftlich. Und am Ende sind es die Finanzinstitute, die über die Bewilligung der Kredite entscheiden, und nicht die staatliche Förderbank KfW.
Die bisherigen Förderungen der KfW zeigen, dass das Förderprogramm nicht ausgewogen ist: Im vergangenen Jahr wurden nur 2,1 Milliarden Euro in den Ausbau der Solarenergie investiert, berichtet ntv. 80 Prozent dieser Summe flossen in lediglich 400 Großprojekte. 75.000 war die durchschnittliche Fördersumme. Heißt: Die großen Investoren, die eh genug Geld haben, werden gefördert. Wer also selbst baut, wird am wenigsten gefördert und muss sein Projekt im Wesentlichen vollständig selbst finanzieren. Von wegen faire Förderung. Für die ehrgeizigen Ziele in dem Ausbau der Solarenergie braucht Minister Habeck allerdings die Bereitschaft der Hausbauer. Die werden jedoch auf sich allein gelassen.
Das Förderprogramm der staatlichen Bank KfW ist also ein Fake, ein Fake der mutigen Hausbesitzern den Anschein geben soll: Hey, wir unterstützen euch! Am Ende ist die Realität bitter: Die KfW hat keine Zweigstellen, wo man die Kredite direkt beantragen könnte. Solange also keiner diese Kredite vergibt, existiert das Förderprogramm faktisch nicht. Keine Hilfe also vom Wirtschaftsminister Habeck.
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