Video mit Geständnis aufgetaucht: Attentäter schoss, weil Fico den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen wollte
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Nach dem Mordversuch am slowakischen Regierungschef Robert Fico ist auf X ein Video aufgetaucht, das den mutmaßlichen Attentäter zeigt. Bei dem Mann handelt es sich um den slowakischen Dichter Juraj C., der Anhänger der Partei Progressive Slowakei ist.
In dem Video, an das der slowakische Fernsehsender TA3 gelangt war, erklärt der 71-Jährige, warum er Fico töten wollte: Grund sei die von ihm geplante Auflösung der öffentlich-rechtlichen Medien in der Slowakei. Wörtlich sagt er: „Die Massenmedien sind liquidiert, weil die RTVS (Anm. d. Redaktion: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Slowakei) angegriffen wurde, weil die Massenmedien aus ihrer Funktion geflüchtet sind.“
Der Attentäter Jurai C. nennt sein Motiv, warum er slowakischen Premierminister Robert Fico aus kurzer Distanz niedergeschossen hat: Die geplante Auflösung der ÖRR Medien in der Slowakei. #ReformOerr #OerrBlog pic.twitter.com/R2AQwGajy0
— ÖRR Blog. (@OERRBlog) May 15, 2024
Der lokale Fernsehsender Markiza sprach mit dem Sohn des mutmaßlichen Attentäters, der erklärte, sein Vater besitze einen Waffenschein und eine legal angemeldete Waffe.

Jurai C. bei seiner Festnahme.
C. wollte Medienberichten zufolge vor Jahren eine Partei mit dem Namen „Bewegung gegen Gewalt“ gründen, außerdem leitet er einen linken Literaturclub. Im Jahr 2016 soll er bei seiner Arbeit als Sicherheitsmann von einem unter Drogen stehenden Mann überfallen worden sein.
Bei dem Attentat am Mittwochnachmittag war Fico angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Der 59-jährige linksnationale Politiker wurde nach der Bluttat in der Stadt Handlova am Mittwoch per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Der slowakische Regierungschef Robert Fico.
Laut Augenzeugen schoss der Täter nach einer Kabinettssitzung mehrmals auf Fico, als dieser vor der Tür Anhänger begrüßen wollte.
Politiker in der ganzen Welt reagierten bestürzt, darunter UN-Generalsekretär António Gutterres, US-Präsident Joe Biden und Kanzler Olaf Scholz.
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