Zeichen gegen Wagenknecht: Flüchtlingsaktivistin Rackete soll EU-Spitzenkandidatin der Linken werden
- Carola Rackete, bekannte Klima- und Flüchtlingsaktivistin, soll als Spitzenkandidatin der Partei die Linke bei der Europawahl antreten.
- Die Kandidatur Racketes ist als Zeichen der Abgrenzung von Sahra Wagenknecht zu werten.
- Rackete ist als Kapitän des Seenotrettungsschiffes Sea Watch bekannt geworden.
Die Linke plant, Carola Rackete, die bekannte Flüchtlingsaktivistin, auf Listenplatz zwei für die kommende Europawahl aufzustellen, berichtet der Spiegel. Dieser Schritt, heißt es aus Parteikreisen, ist Teil einer Strategie der Parteiführung, sich von Sahra Wagenknecht abzugrenzen.
Wagenknecht hat in der jüngsten Vergangenheit den Plan, eine eigene Partei zu gründen, angedeutet, was die Linke unter politischen Druck setzt.

Rackete wurde mit einer Flüchtlingsrettung im Jahr 2019 in Lampedusa bekannt, als sie trotz Verbots in den dortigen Hafen einlief.
Die Aufstellung von Rackete gilt als deutliches Signal der Parteiführung, dass die Linke stärker an soziale Bewegungen anknüpfen will. Gegen diesen Kurs wandte sich parteiintern in der Vergangenheit vor allem Sahra Wagenknecht und ihre Gefolgschaft.
Platz eins und drei sollen, wie in der Linken berichtet wird, weiterhin von Parteimitgliedern besetzt werden. Erwartet wird etwa die Spitzenkandidatur des Parteichefs Martin Schirdewan auf Platz eins, auf Platz drei soll die EU-Abgeordnete Özlem Demirel folgen. Auf Platz vier soll der ebenfalls parteilose Mediziner Gerhard Trabert antreten, der bereits für die Linke bei der Wahl des Bundespräsidenten antrat.
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