Gewalt-Eskalation in Erfurt: „Jeder Anstand, jede Moral war weggeblasen“
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Apollo-News-Reporter Jonas Aston spricht bei NIUS Live am Montag ausführlich über den brutalen Angriff linksextremer Gewalttäter auf ihn und zwei Kollegen beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Seine Schilderungen zeichnen das Bild einer völlig enthemmten Gewalt.
„Mir geht es so weit gut und uns allen geht es den Umständen entsprechend sehr gut“, sagt Aston. „Wir stehen noch ein wenig unter Schock.“ Er selbst habe „diverse Abschürfungen, blaue Flecken“ und „ein Riesen-Hämatom am linken Oberarm“. Auch der Schlag gegen Gesicht und Lippe mache sich noch bemerkbar. „Aber alles in allem geht es uns allen gut und darüber sind wir unfassbar froh.“
Die Eskalation habe völlig unvermittelt begonnen. Eigentlich hätten die drei Reporter die Demonstration bereits verlassen und nur noch einige Bilder drehen wollen. „Wir dachten uns: Okay, nehmen wir einfach mal die Szenerie auf.“ Dann sei alles innerhalb weniger Sekunden gekippt.
Hier seine Schilderungen im Video:
„Eine junge Frau rief ‚Kamera‘, als wir dort filmten. Eine zweite rief dann: ‚zwei Kameras‘. Dann hat sich das in einer Dramatik hochgeschaukelt, wie wir es uns niemals hätten vorstellen können.“
Kurz darauf seien ‚Nazis raus‘-Chöre angestimmt worden. „Dann wurden wir auch sehr schnell direkt körperlich angegangen. Erst weggedrängt – und dann hat sich das unfassbar schnell entfacht zu einer völligen Gewalteskalation, zu einem Exzess gegen Journalisten.“
Besonders eindringlich schildert Aston die Momente, als er bereits am Boden lag und weiter attackiert wurde.
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„Wie das Ende der Zivilisation“
„Erlebt habe ich das wie das Ende der Zivilisation. Anders kann ich das nicht sagen. Die Zivilisation war am Ende. Jeder Anstand, jede Moral war weggeblasen.“ Gegen die als Feinde ausgemachten Personen sei „wirklich jedes Mittel erlaubt“ gewesen. „Bespucken, bewerfen mit Glasflaschen, mit Plastikflaschen, mit Äpfeln, mit Eiern. Vollkommen egal.“
Selbst als er am Boden lag, habe die Gewalt nicht aufgehört. „Es war ja nicht, dass ich auf dem Boden lag und man sich dann zusammengerissen hätte – nein, im Gegenteil. Dann ist ja die Meute, der Pulk, dieser Mob erst recht auf einen zugesprintet und hat versucht, einem wirklich schwerste Verletzungen zuzufügen.“ Wie die Ermittlungsbehörden dies rechtlich bewerten, sei deren Aufgabe. Für ihn bleibe das Geschehen jedoch „völlig irre“ und „unbegreiflich“.
„Das Bündnis Widersetzen hat seine eklige Fratze gezeigt“
Schon nach den ersten Angriffen habe er erkannt, wie gefährlich die Situation geworden war. „Da war mir schon klar: Hier wütet jetzt wirklich der Mob. Hier geht es jetzt nur noch darum, irgendwie herauszukommen.“ Gemeinsam mit seinen Kollegen habe er versucht, die Polizei zu erreichen. „Diese Jagd ging über Minuten.“ Sein Gedanke sei gewesen: „Am besten nur zügig laufen, auf keinen Fall rennen. Weil wenn du rennst, dann spürst du den Jagdinstinkt.“ Als die Angriffe immer heftiger wurden, sei den Reportern nur noch die Flucht geblieben.
Mehr lesen: Organisatoren von Anti-AfD-Protesten rechtfertigen Gewalt gegen Journalisten in Erfurt
Besonders schockiert zeigt sich Aston über die Reaktion des Bündnisses „Widersetzen“, das die Gewalt auf einer Pressekonferenz nicht verurteilte. „Da hat das Bündnis Widersetzen endgültig seine wirklich hässliche, eklige und letztlich sogar auch faschistische Fratze gezeigt. Anders kann ich das auch nicht sagen.“ Statt Mäßigung einzufordern, habe die Bündnisführung die Gewalt aus seiner Sicht verharmlost. „Das ist einfach nur schockierend.“
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