DGB-Chefin nennt Merz’ Äußerungen zur Rente „ganz schön frech“
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Kurz vor der Vorstellung der Rentenkommission ist DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf Konfrontationskurs zu Bundeskanzler Friedrich Merz gegangen. Im Gespräch mit BILD äußert die Gewerkschaftsvorsitzende strikte Ablehnung gegenüber zentralen Reformvorschlägen wie der Abschaffung der Rente mit 63 und einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters.
Und: Fahimi geht auf den Kanzler los, nennt eine seiner Äußerungen zur Rente „frech“! Der Kanzler hatte die Notwendigkeit von Rentenreformen zuletzt mit den Worten begründet: „Das ist Demografie und Mathematik.“ Fahimi wirft ihm vor, den Menschen damit eiskalt zu sagen, sie müssten künftig mit weniger Leistungen auskommen. Wer den Bürgern „vor den Latz knallt“, sie hätten die Mathematik nicht verstanden und Einschnitte seien unausweichlich, äußere einen „ganz schön frechen Ausspruch“, so die DGB-Chefin.

Vor wenigen Tagen: DGB-Chefin Yasmin Fahimi schiebt sich beim Gruppenfoto der Teilnehmer der Beratungen des Koalitionsausschusses der Bundesregierung auf dem Balkon des Kanzleramtes zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD).
Fahimi: Über Buh-Rufe muss sich Merz nicht wundern
Zugleich verteidigte Fahimi die Buh-Rufe gegen Merz beim DGB-Kongress im Mai. Der Kanzler müsse sich über solche Reaktionen nicht wundern, wenn er die Debatte auf diese Weise führe.
Auch in der Sache widersprach die frühere SPD-Generalsekretärin den Plänen der Rentenkommission. Die Rente mit 63 für besonders langjährig Versicherte sei eine Frage der Gerechtigkeit und dürfe nicht abgeschafft werden. Eine weitere Anhebung des Rentenalters lehnte sie ebenfalls ab. Die Behauptung, längeres Arbeiten sei alternativlos, bezeichnete Fahimi als eine „Legende“, mit der die Menschen von Kürzungen überzeugt werden sollten.
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