Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
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In einem Beitrag für die Welt schreibt der Althistoriker Michael Sommer mit Blick auf bildungspolitische Positionen in Schulen und Universitäten: „Warum erhebt allein die AfD Forderungen, die früher das Gütesiegel konservativer Bildungspolitik waren?“ Die CDU habe Positionen aufgegeben, die für sie jahrzehntelang nicht verhandelbar gewesen seien, so der Professor für Alte Geschichte an der Universität Oldenburg.
Doch was will die AfD eigentlich?
Pensionierte Lehrer sollen zurückgeholt werden, Informatik soll Pflichtfach werden, zudem wendet sich die Partei gegen eine „Frühdigitalisierung“ bereits in der Grundschule. Die AfD bekennt sich ausdrücklich zum Leistungsprinzip und sieht das Gymnasium als Eliteschule. Die „zunehmende Heterogenisierung der Lerngruppen“ habe das Leistungsniveau gesenkt, das „Experiment Inklusion“ sei gescheitert und müsse zurückgenommen werden, heißt es in ihrem Regierungsprogramm. Zudem will die AfD Schullaufbahn-Empfehlungen nach der Grundschule wieder verbindlich machen, gegen die Noteninflation vorgehen und Smartphones aus den Klassenzimmern verbannen.
Fokus auf Befreiungskriege und die Reichsgründung von 1871
Darüber hinaus fordert die Partei Deutschlandfahnen an Schulen, die Aufnahme von „Heimatliebe“ in Schulgesetz und Verfassung sowie eine stärkere Ausrichtung des Geschichtsunterrichts auf die Befreiungskriege und die Reichsgründung von 1871.

Reichsgründung 1871: „Aufzug der Fahnen vor dem Eingang des Schlosses vor dem Festakt“ – Holzstich nach Zeichnung von Woldemar Friedrich (1846-1910).“
An den Hochschulen sollen Gender-Studies abgeschafft, Gleichstellungsstrukturen zurückgebaut und Bachelor- und Masterabschlüsse langfristig wieder durch Diplom und Magister ersetzt werden.
Wenn am 6. September in Sachsen-Anhalt gewählt wird, könnte die AfD laut einer Umfrage von Infratest dimap auf 41 Prozent kommen. Damit wäre die Partei nicht mehr weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Grüne und BSW liegen demnach unter der Fünf-Prozent-Hürde, die SPD nur knapp darüber. Scheitern auch die Sozialdemokraten am Einzug in den Landtag, wären CDU und Linke zusammen zu schwach, um einen Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund zu verhindern.
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