Neue Wehrerfassung: Fast 300.000 Fragebögen verschickt, nur 530 Freiwillige
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Das Verteidigungsministerium zieht nach fünf Monaten eine erste Zwischenbilanz zum neuen Wehrdienstmodell. Nach rund 1.500 bisher durchgeführten Musterungen konnten mehr als 530 Interessierte fest für einen Wehrdienst im Jahr 2026 eingeplant werden.
Zum Stichtag 18. Juni seien im Zuge der neuen Wehrerfassung 298.200 Anschreiben verschickt worden, erklärt das Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung. 153.200 gingen an Männer, 145.000 an „Personen anderen Geschlechts“, so wörtlich.
Für Männer war die Beantwortung des Fragebogens verpflichtend. 96 Prozent kamen dem nach. Bei den restlichen vier Prozent prüfe das Ministerium nun die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens.

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Frauen beantworteten den Fragebogen lediglich zu vier Prozent
Bei den 145.000 angeschriebenen „Personen anderen Geschlechts“, die nicht zur Beantwortung des Fragebogens verpflichtet sind, lag die Antwortquote bei rund vier Prozent. Von diesen Personen, die freiwillig geantwortet haben, signalisierten rund 55 Prozent Interesse an einem Wehrdienst. Bei den männlichen Antwortenden zeigte mehr als jeder Fünfte ein Interesse.
Bisher habe das Verteidigungsministerium 2026 zudem fast 38.500 Bewerbungen und etwa 11.000 Einstellungen für alle Laufbahnen verzeichnen können. Dies seien 24 Prozent mehr Bewerbungen als im Vorjahreszeitraum und 13 Prozent mehr Einstellungen.

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Das Verteidigungsministerium zieht eine „positive Bilanz“. Nachdem die Wehrdiensterfassung nach der Aussetzung des verpflichtenden Wehrdienstes im Jahr 2011 de facto gestoppt worden sei, funktioniere sie nun „reibungslos“.
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