Thomas Kemmerich (Team Freiheit): „Es kann ja nicht sein, dass jeder Weihnachtsmarkt besser bewacht ist als unsere Grenzen“
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Er war DER Landes-Rebell der FDP: Thomas Kemmerich, für 28 Tage mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt und dann auf Druck von Kanzlerin Merkel wieder abgetreten. Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Deutschen Bundestag hat der gebürtige Aachener die Reißleine gezogen: Statt FDP heißt es nun „Team Freiheit“ (TF).
16 Kernforderungen hat Kemmerich mit seiner neuen Bewegung formuliert. Punkt zwölf: „Die aktuelle Asyl- und Migrationspolitik wird beendet. Dazu werden sämtliche Pull-Faktoren (Sozialleistungen) abgeschafft und auf Sachleistungen zurückgeführt.“ Im Gespräch mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler erklärt Kemmerich, wie seine migrationspolitische Wende aussehen würde:
Sozialstaat muss zurückgefahren werden
Schon in seiner Zeit als Landeschef der FDP sagte Kemmerich ganz offen, dass die FDP in der Ampel am Volk vorbei regiert hätte. Jetzt möchte Kemmerich mit „Team Freiheit“ als Vorsitzender alles besser machen. Die neue Partei führt er gemeinsam mit der Ex-AfD-Chefin Frauke Petry. „Wir müssen den Sozialstaat ja radikal mit der Kettensäge zurückfahren. Wir müssen Bürokratie begegnen. Ja, wir müssen dafür Sorge tragen, dass nicht rum gelogen wird“, sagt er.

„Das Wichtigste ist, erst mal Deutschland wieder auf Vordermann zu bringen“, sagt Thomas Kemmerich (TF).
Ein Schmerzthema ist etwa die Migration. Kemmerich: „Wir erleben die Folgen von illegaler Migration. Wir erleben die Folgen von Pull-Effekten, die die Leute nach Deutschland gezogen hat und nach wie vor hier hält. Und das ist das, was die Bevölkerung aufregt und mit Recht aufregt.“ Er fordert: Wer nach Deutschland einwandert, finanziert seinen Lebensunterhalt selbst. Die Ablehnung unserer kulturellen und zivilisatorischen Grundlagen führt zur Beendigung des Aufenthaltes.

Nach eigenen Angaben bekommt Kemmerich immer ein Pfeifen im Ohr, wenn jemand gendert.
Bei Migration wird viel vom Problem abgelenkt
Dass jetzt Bewegungen mit offenen Briefen – auch an den Kanzler – plötzlich sagen, die Männer seien schuld und das Problem, sieht Kemmerich als Ablenkungsmanöver vom Migrationsproblem. „Das sind dann Phantomdebatten, die ablenken. Das erleben wir viel, viel zu oft, dass wir diskutieren und nicht handeln. Und das Handeln ist das, was ich auch vom Kanzler erwarte.“ Ein Durchgreifen bei illegaler Migration dürfe nicht bis zur nächsten Wahl warten.
„Gerade bei der Migration ist es mehr als überfällig, dass wir endlich diese Effekte ausschließen, die Grenzen in den Griff bekommen. Es kann ja nicht sein, dass jeder Weihnachtsmarkt besser bewacht ist als unsere Grenzen.“

NIUS-Politikchef Ralf Schuler im Gespräch mit dem TF-Vorsitzenden.
Für Kemmerich ist die Stadtbild-Debatte in der Folge so aktuell wie nie. „Wenn ich heute auf ein Volksfest komme, renne ich nur gegen Straßensperren. Die Legosteine, die unsere Jahrmärkte bewachen. So was gab es ja früher alles nicht“, sagt Kemmerich.
Hier geht es zum gesamten Interview mit Thomas Kemmerich als Video.
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Ralf Schuler
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