Unternehmer Robert Pfeffer kritisiert die Merz-Regierung: „Der rote Schwanz wedelt mit dem schwarzen Hund“
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Für Robert Pfeffer läuft in der schwarz-roten Koalition etwas grundlegend schief. Der Chef der Mittelstandsunion Mittelfranken wirft der Union vor, sich gegenüber der SPD nicht ausreichend durchzusetzen. „Ein kleiner, roter Schwanz SPD wedelt mit dem ganzen Hund“, sagt der Unternehmer im Gespräch mit Ralf Schuler. Die CDU müsse Wege finden, sich stärker zu behaupten, statt sich politisch abhängig zu machen.
Das ganze Schuler-Interview mit Robert Pfeffer sehen Sie hier:
„Irgendwann muss die Kettensäge ran“
Die Kritik des Mittelständlers richtet sich jedoch weit über das Machtgefüge der Koalition hinaus. Pfeffer hält das von der Bundesregierung vorgelegte Reformpaket für unzureichend. Rentenversicherungspflicht für Selbstständige, Änderungen bei Minijobs oder neue Belastungen für Unternehmen seien aus seiner Sicht weitere Bremsen in einer ohnehin seit Jahren stagnierenden Wirtschaft. Statt zusätzlicher Belastungen brauche Deutschland endlich bessere Rahmenbedingungen für Unternehmer und Gründer.
Besonders scharf fällt seine Kritik am Bürokratieabbau aus. Mit kleinen Korrekturen sei es längst nicht mehr getan. „Nagelschere weglegen“, fordert Pfeffer. Noch reiche eine „Heckenschere“, um den Bürokratiedschungel zurückzuschneiden. Warte die Politik weiter ab, müsse irgendwann die „Kettensäge“ ran. Sein Appell: Lieber jetzt konsequent handeln, als später mit deutlich radikaleren Maßnahmen reagieren zu müssen.

Unternehmer Robert Pfeffer im Gespräch mit Ralf Schuler
„Jetzt muss geliefert werden“
Auch bei der Brandmauer-Debatte sieht Pfeffer dringenden Gesprächsbedarf. In einer Mitgliederbefragung seiner Mittelstandsunion hätten sich 63 Prozent dafür ausgesprochen, den bisherigen Kurs zu überdenken. Für ihn gehöre es zu einem normalen demokratischen Verständnis, mit allen politischen Akteuren zu sprechen. Die bisherige Strategie habe aus seiner Sicht ihr Ziel verfehlt.
Am Ende richtet Pfeffer den Blick auf die Verantwortung der Union. Die Erwartungen an Bundeskanzler Friedrich Merz seien hoch. Union, Kommissionspräsidentin und Europäische Volkspartei verfügten über erheblichen politischen Einfluss. „Jetzt muss geliefert werden“, sagt Pfeffer. Nach sieben Jahren wirtschaftlicher Stagnation bleibe aus seiner Sicht keine Zeit mehr für weitere Ankündigungen.
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Ralf Schuler
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