Bye-Bye-Bayern: Paris zieht nach 1:1 gegen München ins Champions-League-Finale ein
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Der FC Bayern München ist im Halbfinale der Champions League ausgeschieden. Im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain kamen die Münchner vor eigenem Publikum nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Ousmane Dembélé hatte die Franzosen schon nach drei Minuten in Führung geschossen, Harry Kane gelang erst in der Nachspielzeit der Ausgleich. Weil das Hinspiel in Paris mit 4:5 verloren gegangen war, reichte das Remis nicht: Der deutsche Rekordmeister scheitert damit erneut knapp am Einzug ins Finale.
Anders als die wilde Achterbahnfahrt im Stade de France eine Woche zuvor blieb das Rückspiel in der Allianz Arena eine zähe, oft zerfahrene Angelegenheit. Die Bayern-Offensive um Michael Olise, Luis Díaz und Harry Kane wirkte ideenlos und glanzlos. Paris verteidigte diszipliniert, stand kompakt und lauerte auf Konter – eine Taktik, die aufging.
Die Münchner brauchten nach dem frühen Schock eine Weile, um ins Spiel zu finden. Erste Gefahr drohte erst nach 14 Minuten, als Nuno Mendes eine Flanke von Díaz im letzten Moment vor Olise klärte. Danach bemühten sich die Gastgeber um Ballkontrolle, doch gegen die ballsicheren Pariser gelang das nur phasenweise. PSG löste sich immer wieder geschickt und ließ den Bayern zwei gute Möglichkeiten durch Díaz (22. Minute) und Olise (27.).
31. Minute: Handspiel von Neves?
Für Aufregung sorgte eine Szene in der 31. Minute: PSG-Mittelfeldspieler Vitinha schoss seinem Kollegen João Neves den Ball im eigenen Strafraum deutlich an die Hand. Schiedsrichter João Pinheiro ließ weiterlaufen – eine Entscheidung, die nach den Regeln korrekt war. Im Gegenzug parierte Manuel Neuer glänzend gegen Neves. Kurz vor der Pause scheiterte der ansonsten blasse Jamal Musiala am starken PSG-Keeper Matwei Safonow.
Nach dem Seitenwechsel drückten die Bayern entschlossener, doch der Zugriff blieb unzureichend. Stattdessen wuchs die Gefahr durch französische Konter. Désiré Doué und Khvicha Kvaratskhelia prüften Neuer, der sein Team mit mehreren starken Reflexen im Spiel hielt. Die Münchner versuchten es mit zunehmender Wucht, Díaz und Olise scheiterten jedoch erneut an Safonow (69. und 70. Minute). Der späte Treffer von Harry Kane in der 94. Minute kam zu spät, um das Blatt noch zu wenden.
Neuer: „Wir waren heute keine Killer in der Offensive“
Bayern-Kapitän Manuel Neuer zeigte sich nach dem Abpfiff enttäuscht. „Wir waren heute keine Killer in der Offensive“, sagte er dem Sender DAZN. „Dieser Schlüsselmoment hat einfach gefehlt. Wir waren da, aber vorne in der Box von PSG war das nicht klar genug.“
Paris Saint-Germain trifft nun im Finale der Champions League am 30. Mai in Budapest auf Arsenal London. Die Londoner hatten sich im anderen Halbfinale gegen Atlético Madrid durchgesetzt. Für den FC Bayern endet eine Saison mit großen Ambitionen einmal mehr ohne den größten europäischen Titel.
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