Südkorea und Mexiko jubeln – Proteste überschatten WM-Auftakt
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Südkorea hat wie Co-Gastgeber Mexiko einen perfekten Start in die Fußball-WM erwischt. Das Team um Superstar Heung-Min Son setzte sich mit 2:1 (0:0) gegen Tschechien durch und drehte dabei einen 0:1-Rückstand. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für das Team um den enttäuschenden Ex-Bundesliga-Profi Son. Kapitän Ladislav Krejci hatte die Tschechen 20 Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme in Deutschland in Führung geköpft (59.).
„Mit großem Stolz“ gratulierte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum dem mexikanischen Nationalteam zum 2:0 über Südafrika und sprach von einer „historischen Freude“. Allerdings war es vor dem Stadion auch zu Ausschreitungen gekommen.

Szene der Eröffnungsfeier

Südkorea gewann gegen Tschechien.

Gastgeberland Mexiko bezwang Südafrika.
Steine flogen, Böller gezündet
Rund um das Aztekenstadion kam es nach Medien- und Behördenangaben zu teils heftigen Protesten und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Demnach beteiligten sich etwa 2000, teilweise vermummte Demonstranten an den Kundgebungen, mehrere Hundert Polizeibeamte waren im Einsatz. Dabei wurden unter anderem Steine und Feuerwerkskörper geworfen, zudem kam es zu Sachbeschädigungen und Plünderungen.
Zeitweise mussten nahegelegene U-Bahn-Stationen gesperrt werden. Die Behörden erklärten später, die Lage unter Kontrolle gebracht zu haben. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens drei Menschen verletzt, örtliche Medien berichteten zudem von zahlreichen Festnahmen. An den Protesten beteiligten sich Berichten zufolge unter anderem Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE, die gegen eine umstrittene Rentenreform demonstrieren, sowie Angehörige von Vermissten aus dem mexikanischen Drogenkrieg. Auch Gruppen aus dem sogenannten Schwarzen Block sollen vor Ort gewesen sein.


Szenen des Protests außerhalb des Stadions
Brasiliens Trauer um Weltmeister von 1970
Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“
Bayerns Davies fehlt Co-Gastgeber Kanada zum Start
Bayern Münchens Alphonso Davies kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.
Offene Prämien-Frage bei der DFB-Auswahl
Kurz vor dem deutschen WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen – eine Einigung ist aber in Sicht. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.
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