Die Olympischen Doping Spiele: Wie die „Enhanced Games“ für neue Weltrekorde sorgen wollen
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Doping bei Sportturnieren gilt als absolutes Tabu. Die sogenannten „Enhanced Games“ wollen dieses Tabu nun brechen und Athleten ermöglichen, ihr gesamten Potenzial zu entfachen – auch mit dem Einsatz pharmazeutischer Hilfsmittel.
Der australische Geschäftsmann Aron D’Souza rief die Idee eines Sportwettbewerbs mit „performance-enhancing substances“, also leistungssteigernden Substanzen ins Leben. Die teilnehmenden Sportler werden vor dem Wettbewerb auf keine Doping-Mittel getestet – sie werden sogar animiert, selbige nach Herzenslust einzunehmen. „Athleten sind Erwachsene ... und sie haben das Recht, mit ihrem Körper zu tun, was sie wollen – mein Körper, meine Entscheidung; dein Körper, deine Entscheidung“, sagte D’Souza der Australian Associated Press. „Und keine Regierung, kein paternalistischer Sportverband sollte diese Entscheidungen für Athleten treffen“, fügte er hinzu.

Der australische Geschäftsmann Aron D’Souza
Top-Schwimmer verspricht: „Ich werde mich vollspritzen und den Rekord in sechs Monaten brechen“
D’Souza kritisiert das Internationale Olympia Komitee: Laut ihm werden die Athleten bevormundet und nicht ausreichend bezahlt. Bei den „Enhanced Games“ soll sich das grundlegend ändern, die Sportler sollen großzügig bezahlt werden.
So versprach der Australier etwa dem australischen Schwimmer James Magnussen eine Million Dollar Preisgeld, sollte er den Weltrekord im 50 Meter Freistil Schwimmen brechen. Magnussen, der eigentlich im Ruhestand ist, sagt, er habe eine gute Form beibehalten. „Ich werde mich vollspritzen und den Rekord in sechs Monaten brechen“, versprach der Top-Schwimmer.
Unabhängigkeit durch private Finanzierung
Das Interessante an den Spielen ist die Finanzierung, sie soll komplett aus privater Hand stammen: „Das bedeutet, dass die Olympischen Spiele von Steuergeldern abhängig sind, während Enhanced (genau wie die Formel 1) in der Lage ist, privates Kapital zu beschaffen, um seine Athleten zu bezahlen und die Organisation der Spiele zu finanzieren“, heißt es auf der Enhanced Games Webseite.

Magnussen holte bei den Olympischen Spielen einmal Silber und zweimal Bronze.
Während bei dem Doping-Turnier klassisch Gold-, Silber- und Bronzemedaillen verliehen werden, geht es in erster Linie um das Aufstellen von neuen Weltrekorden. Diese werden, wie beim Beispiel von Magnussen, mit hohen Preisgeldern belohnt. Auf der Seite der „Enhanced Games“ heiß es: „Wir kratzen nur an der Oberfläche dessen, wozu der menschliche Körper fähig ist“.
Die „Enhanced Games“ spezialisieren sich auf fünf sportliche Teilbereiche: Leichtathletik, Wassersport, Gymnastik, Kraft- und Kampfsport. Teamsportarten ziehen bei den „Olympischen Dopingspielen“ den kürzeren und werden in die Liste der Disziplinen voraussichtlich nicht aufgenommen.
Russland darf teilnehmen
Aron D’Souza erklärte, dass russische Athleten uneingeschränkt an der Veranstaltung teilnehmen können. Er wies darauf hin, dass lediglich der rechtliche Rahmen des Gastgeberlandes die Teilnahme der Sportler beeinträchtigen könnte, insbesondere bei der Ausstellung von Visa und anderen Dokumenten für die Teilnehmer.
Für russische Athleten sollte die Teilnahme am Doping-Turnier keine wirkliche Umstellung zu den gewöhnlichen Olympischen Spielen darstellen.
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