Köln-Trainer Baumgart: „Generation, die nur noch den weichen und seichten Weg geht“
Der Trainer des 1. FC Köln, Steffen Baumgart, hat Kritk an jungen Fußballern und ihrer Generation geäußert. „Wir sind eine Generation, die nur noch den weichen und seichten Weg geht“, sagte der Kölner Trainer Baumgart im WDR-Podcast Einfach Fußball. „Es ist doch nicht schlimm, wenn ein Kind verliert. Es muss doch lernen, mit Niederlagen umzugehen.“ Man müsse doch lernen, Spaß am Sport zu haben, nicht nur, „wenn ich zehn Tore schieße.“
Hintergrund der Äußerungen sind Reformpläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Nachwuchsbereich. Dieser plant dabei, neue Spielformen in der Jugendausbildung bundesweit umzusetzen. Diese sehen im Kern kleinere Mannschaftsgrößen auf kleineren Spielfeldern vor und lösen die bisherigen Wettbewerbsangebote als feste Formate ab.So sollen zum Beispiel in der G- und F-Jugend keine Meisterschaftsrunden mehr ausgespielt werden, „um den Leistungsdruck zu minimieren und die sportliche Entwicklung der Kinder stärker in den Vordergrund zu rücken“, wie der DFB begründete. Stattdessen sind Spielenachmittage und Festivals mit mehreren Mannschaften und Spielfeldern vorgesehen.
Auch Rangnick, Helmer und Hamann üben Kritik

Das Gewinnen müsse stets im Vordergrund stehen, so Ralf Rangnick.
Auch der frühere Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick übte an den Plänen Kritik. Der 65-Jährige sagte laut eines Berichts von Sport Inside des WDR, dass das das Gewinnen immer im Vordergrund stehen müsse. Und auch der ehemalige Nationalspieler Thomas Helmer hatte die Reform als „grotesk“ bezeichnet. Der heutige TV-Experte Hamann hatte erklärt: „Für mich: Ohne Ergebnis kein Erlebnis. Deswegen kann ich den Schritt, den der DFB gemacht hat, überhaupt nicht nachvollziehen.“
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