Mann aus Taiwan verdrischt Frau aus Usbekistan: Die Box-Schande von Paris geht in die nächste Runde
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Runde 2 in der neuen olympischen Disziplin „Frauen-Schlagen“: Nach dem Skandal-Sieg des Algeriers Imane Khelif gegen die Italienerin Angela Carini trat am Freitag der Taiwanese Lin Yu-ting (28) gegen die Usbekin Sitora Turdibekova (22) im Federgewicht (Damen, 57 Kilo) an.
Und der Kampf endete nach drei Runden mit einem einstimmigen Punktsieg für den Mann, der im vergangenen Jahr einen Geschlechtertest nicht bestanden hatte. Die tapfere Usbekin gab dem Gewinner nicht die Hand, verließ den Ring unter Tränen.

Die Usbekin steckte viele Schläge ein.
Yu-ting hat bereits zwei Mal Gold bei Welt- und Asienmeisterschaften gewonnen, gilt auch bei Olympia als Favorit.
Unfassbar: Yu-Ting wurde wie Khelif 2023 bei der Weltmeisterschaft sehr spät, erst nach ihrer Halbfinal-Niederlage, vom Internationalen Boxverband IBA ausgeschlossen. Offiziell, weil auch sie die Zulassungskriterien nicht erfüllt hatte. Laut IBA-Präsident Umar Kremlev (41) hätten Tests bewiesen, dass beide Athleten „XY-Chromosomen“ hätten. Während Khelif darauf öffentlich geschockt reagierte, schwieg Yu-ting bislang dazu.

Zwischenzeitlich flog Yu-ting der Helm weg.
Bei der WM ausgeschlossen, bei Olympia dabei!
Der Boxverband IBA in einer aktuellen Stellungnahme zu den Vorfällen 2023: „Lin Yu-ting legte gegen die Entscheidung der IBA keine Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ein, womit die Entscheidung rechtskräftig wurde. Imane Khelif legte gegen die Entscheidung zunächst Berufung beim CAS ein, zog diese jedoch im Laufe des Verfahrens zurück, wodurch die Entscheidung der IBA ebenfalls rechtskräftig wurde.“ Und weiter: „Um zu klären, warum das IOC Athleten mit Wettbewerbsvorteilen die Teilnahme an seinen Wettkämpfen gestattet, bitten wir interessierte Parteien, sich direkt an das IOC zu wenden.“

Die Usbekin hatte es nach dem Kampf eilig.
Die von Khelif besiegte Italienerin Angela Carini beklagte sich in einer Pressekonferenz nach ihrer freiwilligen Aufgabe: „Ich bin in meinem Leben noch nie so hart getroffen worden. Es ist Sache des IOC, darüber zu urteilen.“

Schlägt für Taiwan zu: Lin Yu-ting
„Sie sind Frauen“
IOC-Sprecher Mark Adams vor Beginn der Kämpfe: „Jede Starterin in den Frauenkategorien erfüllt die Teilnahmebedingungen. Sie sind laut ihres Passes Frauen. Sie haben seit vielen Jahren an Wettbewerben teilgenommen und sind nicht plötzlich aufgetaucht. Sie sind unter den Regeln des Verbands teilnahmeberechtigt. Sie sind Frauen.“

Diesen Dandy hält das IOC für eine Frau.
Das sah man beim Internationalen Boxverband IBA anders. Dort sorgten sich die Verantwortlichen offenbar mehr um die Gesundheit der Gegnerinnen, als um Punkte auf der nach oben offenen Inklusions-Skala. Zu Recht: Eine Studie der Universität Utah zeigt, dass Männer durchschnittlich 162 Prozent mehr Schlagkraft haben als Frauen, die die männliche Pubertät nicht durchlaufen haben.
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