Mitten in Bayern: Trans-Frau lässt anderen Frauen beim Langlauf keine Chance
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Immer häufiger wechseln Transfrauen in den Frauensport, um dort Rekorde zu brechen und Medaillen zu gewinnen. Dieser Trend kommt jetzt auch nach Deutschland: Im Bayerischen Lenggries verdrängt die Transfrau Amanda Reiter bei Langlauf-Wettbewerben Frauen von den ersten Plätzen. In der NIUS-Reportage „Trans ist Trend“ erzählt die Sportlerin Stefanie Adam von der Frustration, die sich im Dorf gerade breit macht.
Amanda Reiter hieß früher einmal Hermann Reiter und war als Mann erfolgreich, etwa als er im Jahr 2016 eine Gesamtwertung bei den Männern gewann. Seit dem Jahr 2013 lebt Reiter als Frau und sahnt seit wenigen Jahren bei deren Sportkategorie eine Bestleistung nach der anderen ab.
Die Sportlerin Amanda Reiter kennt die Frauen, die gegen Reiter verloren haben, und erzählt NIUS: „Da hat sich natürlich bei den Läuferinnen enorm viel Frust breitgemacht. Da jetzt jemanden zu haben, der nach Jahren, wo er bei den Männern angetreten ist, jetzt bei den Frauen antritt, da verstehe ich einfach den Frust von den beteiligten Läuferinnen, die sagen, das ist eigentlich total unfair. Wie kann man das jetzt nicht sehen, dass hier jemand, der eine männliche Pubertät durchlaufen hat, ganz andere Bedingungen mitbringt als wir?“
Die betroffenen Frauen wollen nur ungern namentlich genannt werden, auch weil sie negative Presse und Anfeindungen befürchten. Eine Angst, die Reiter selbst befeuert, wie etwa in einem Artikel im Isaarwinkel: Dort unterstellt sie den Frauen, die sich durch ihre Teilnahme ungerecht behandelt fühlen, Neid und per se Menschenfeindlichkeit. Und auch andere Medien feiern Reiter als „Kämpferin gegen Diskriminierung” und als „Vorbild im Kampf für Gleichberechtigung“.
Sportlerin Adam dazu: „Ich glaube, es ist auch ein enormer Druck da. Es wird einfach ganz oft den Frauen Diskriminierung unterstellt. Da schwingt immer dieser Vorwurf mit, man sei menschenfeindlich oder man sei reaktionär oder man ist einfach neidisch. Und da kann ich schon jeden verstehen, der da zurückzuckt und sagt: Oh, ich bin aber eigentlich ein toleranter Mensch und ich möchte ja auch, dass Transmenschen ihren Platz in der Gesellschaft haben. Aber ich möchte nicht als Menschenfeind dastehen, wenn ich ganz klar benenne, dass Männer durch ihren Körper eine Leistung erbringen können, die du als Frau nie erreichen wirst.“
Die Kompromisse sollen die Frauen machen
Und: „Also es kommt sehr schnell eben dieser Vorwurf: Du bist nicht tolerant genug. Schau dir doch an, was diese Person für einen schwierigen Lebensweg hinter sich hat. Und auf der anderen Seite fragt niemand, was diese Frauen für einen schwierigen Lebensweg hinter sich haben. Ich erlebe es schon, dass da von einer Seite relativ wenig Kompromissbereitschaft da ist und die ganzen Kompromisse die Frauen machen sollen. Dass sie ihre Sportkategorie aufmachen und sagen: Ja, kommt alle zu uns, auch wenn es für uns Nachteile hat. Und das kann einfach nicht sein. Das ist den Frauen gegenüber sehr respektlos und ich finde es anmaßend und übergriffig zu erwarten, dass Frauen diese Problematik in ihrem Bereich klären sollen.“
Adam sagt weiter: „Frauen haben einfach auch das Recht, in ihrer Geschlechtsklasse gegen Geschlechtsgenossinnen an den Start zu gehen. Und Amanda Reiter ist einfach keine Geschlechtsgenossin. So einfach ist es eigentlich.“
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Judith Sevinç Basad
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