Streit um Frauen-WM beendet: TV-Vertrag kurz vor dem Abschluss
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- Im Streit um die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaft zeichnet sich nach langem Ringen eine Lösung ab.
- Ein Kontrakt, der ARD und ZDF eine Übertragung der Spiele in Australien und Neuseeland ermöglicht, steht kurz vor dem Abschluss.
- Vertragspartner des Fußball-Weltverbandes FIFA sind nicht die öffentlich-rechtlichen Sender selber, sondern die European Broadcasting Union (EBU).
Nach monatelangem Streit mit öffentlichen Beschuldigungen steht nun ein Vertrag vor dem Abschluss, der beide Seiten das Gesicht wahren lässt. ARD und ZDF hatten bisher direkt über ihre Sportrechte-Agentur SportA verhandelt. Jetzt sollen die beiden Sender ihre Rechte von der FIFA über die EBU erhalten, genau wie öffentlich-rechtliche Sender in anderen europäischen Ländern. Dem Vernehmen nach sind nur noch letzte Details zu klären, die offizielle Verkündung soll möglichst bald erfolgen. Das Erste und das Zweite wollten das am Mittwoch nicht kommentieren.
Bisher liefen die Übertragungen der großen Turniere hierzulande bei ARD und ZDF, die auch bei der Ausschreibung für die WM 2022 das beste Angebot für den deutschen TV-Markt abgegeben hatten. Der FIFA war die Offerte aber zu gering. Präsident Gianni Infantino forderte öffentlich mehr Geld, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Gesichert ist nur, dass es um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag ging.
Kurz vor der nun bevorstehenden Einigung hatte ein Sprecher der FIFA gesagt: „Wir sind weiterhin in Gesprächen.” Er betonte zugleich, dass es „keinen Blackout” geben werde - also ein Turnier ohne bewegte Bilder in Deutschland. Der Verbandssprecher erklärte: „Wir bevorzugen Übertragungen im öffentlichen Fernsehen, aber wir können die Spiele auch bei FIFA+ zeigen.”
Knapp fünf Wochen vor dem Beginn des Turniers in Australien und Neuseeland am 20. Juli schienen die Fronten zwischen dem Verband sowie ARD und ZDF verhärtet zu sein. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hatte zuletzt beim Kongress SpoBis gesagt: „In der normalen Welt würde man sich hinsetzen und zu einer Lösung kommen. Dazu müssen aber beide Seiten bereit sein.” Auch mit den Verhandlungen betraute Personen hatten zuletzt mehrfach erklärt, dass es keinerlei Fortschritte und keine wirklichen Verhandlungen gebe. Dank des Kniffs mit der EBU steht nun eine Lösung bevor.
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