Stuttgart siegreich: HSV scheitert an der Relegation
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- Der Hamburger SV muss auch nächste Saison in der 2. Bundesliga spielen.
- Die Mannschaft unterlag Zuhause starken Suttgartern mit 1:3.
- Die Schwaben desillusionierten einen HSV, der sich große Hoffnungen gemacht hatte.
Der Hamburger SV hat erneut die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga verpasst. Der Dritte der 2. Bundesliga unterlag am Montag im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart (Bundesliga-Platz 16) mit 1:3 (1:0), nachdem er bereits das Hinspiel in Stuttgart am vergangenen Donnerstag mit 0:3 verloren hatte. Während der HSV damit in seine sechste Zweitliga-Saison geht, verhinderte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß den dritten Abstieg seit 2016. Vor 55.500 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion hatte Sonny Kittel (6. Minute) die Gastgeber in Führung gebracht. Enzo Millot (48./64.) mit seinem Doppelpack und Silas (90.+6) drehten die Partie zugunsten der Stuttgarter.
Die Hamburger Profis ließen sich beim Schlusspfiff desillusioniert auf den Rasen fallen, bei etlichen Fans auf der Tribüne flossen die Tränen.
Nach der Führung war das Hamburger Glück schnell vorbei
Nachdem Kittel die Hamburger zunächst in Führung gebracht hatte, zeigte sich schnell wie fragil das Hamburger Glück war, als der im Hinspiel starke Chris Führich nur eine Minute nach Kittels Treffer das Außennetz traf. Und noch viel mehr, als Serhou Guirassy artistisch aus der Drehung den vermeintlichen Ausgleich erzielte (17.). Der Treffer zählte aber wegen einer vorausgegangenen Abseitsstellung auf Höhe der Mittellinie nicht.
Der Bundesligist trat zwar in dieser Phase nicht so selbstsicher auf wie im Hinspiel. Die Auswahl von Trainer Sebastian Hoeneß, der ausdrücklich vor der Atmosphäre gewarnt hatte, blieb aber gefährlich. HSV-Torwart Heuer Fernandes, der im Hinspiel Schlimmeres für die Hamburger verhindert hatte, rettete innerhalb weniger Sekunden doppelt vor heranrauschenden Stuttgartern (23./24.).
Von zunächst folgenlosen Wacklern abgesehen präsentierte sich der HSV deutlich besser in den Zweikämpfen als am vergangenen Donnerstag. Für den erkrankten Jonas David hatte Walter den Leihspieler Javi Montero ins Defensivspiel geschickt. Offensiv versuchten insbesondere Jean-Luc Dompé und Kittel, mit Tempo für Torgefahr zu sorgen.
Der HSV brauchte drei Tore – nur für eine Verlängerung
Beim VfB hütete statt des weiterhin angeschlagenen Fabian Bredlow wieder Florian Müller das Tor. Der 25-Jährige zeichnete sich nach dem frühen Gegentor bis zur Pause noch bei einem Kopfball von Bakery Jatta aus, da lief aber schon die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der aussichtsreiche Kraftschuss von Robert Glatzel war ohne Zutun von Müller am VfB-Tor vorbeigegangen (40.).
Seinen höchsten Heimsieg gegen Stuttgart hatte der HSV im Oktober 2019 gefeiert. Bei dem Zweitliga-6:2, das am Montag für den Aufstieg gereicht hätte, war Walter noch VfB-Trainer. Als Hamburger Coach sah er nach dem Ausgleichstor noch angestrengter der Partie seiner mit im Schnitt 27,4 Jahren bislang ältesten HSV-Startelf zu. Millot traf nach Vorlage von Guirassy und belohnte den VfB für den deutlich besseren Start in die zweite Halbzeit.
Der HSV brauchte jetzt wieder drei Tore, um wenigstens die Verlängerung zu erzwingen. Im Stadion wurde es in dieser Phase merklich ruhiger, die gut 6000 mitgereisten VfB-Fans waren deutlich besser zu hören.
Das Scheitern an der Relegation
Die Stuttgarter Profis agierten in den Folgeminuten kompakter, lauerten immer wieder auf den nächsten Konter. Als bei Millots zweitem Tor auch noch Heuer Fernandes beim Passspiel schwer patzte, lief die Partie endgültig gegen die Hamburger. Nach dem Jubel der VfB-Profis vor den HSV-Fans und der folgenden Rudelbildung verteilte Schiedsrichter Bastian Dankert mehrere Gelbe Karten. Glatzel kam im Anschluss zur bis dahin besten Hamburger Chance der zweiten Hälfte (74.). Doch am Ausgang der Relegation änderte sich nichts mehr.
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Redaktion
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