„Verdiente Niederlage“: DFB-Team gibt sich nach der Niederlage gegen Ecuador selbstkritisch
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Vor der K.-o.-Runde und der Niederlage im dritten Gruppenspiel gegen Ecuador steigt der Druck auf die deutsche Nationalmannschaft. Die Mannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich nach dem Spiel selbstkritisch, Kapitän Joshua Kimmich spricht von einer „verdienten Niederlage“.
Nicht einmal zwei Minuten brauchte das deutsche Team beim gestrigen Spiel gegen Ecuador, um in Führung zu gehen. Über Florian Wirtz landete der Ball bei Leroy Sané, der das Leder schließlich versenkte. Danach ging es für die Mannschaft stetig bergab. Der negative Höhepunkt: Die ecuadorianische Führung durch Gonzalo Plata in der 77. Minute.

„Es war ärgerlich, dass wir den Gegner wieder reinholen“, analysiert Nagelsmann den Umschwung nach der ersten Führung. Seine Analyse: „Es war ein bisschen zu viel Freestyle nach der Führung.“ Der Gegner habe außerdem eine gute „Körperlichkeit reingebracht“. Sein Ziel für das nächste Spiel ist jedoch schon klar: „Wir müssen uns ein bisschen mehr Ruhe geben und ein bisschen weniger in jeder Aktion ein Tor schießen wollen.“

Gesenkte Blicke nach dem Spiel bei Joshua Kimmich.
Kapitän Joshua Kimmich analysiert noch weitere Fehlerquellen im deutschen Spiel. Man sei gut ins Spiel gekommen, und früh in Führung gegangen, jedoch habe es dann zu viele Ballverluste gegeben. „In der zweiten Halbzeit, muss man schon sagen, war es dann eine verdiente Niederlage.“
„Hatte das Gefühl, dass sie es mehr wollten“
Auch Stürmer Deniz Undav erkennt die verdiente Niederlage an: „Ich hatte das Gefühl, dass sie es mehr wollten als wir, die waren griffiger. Bei denen ging es noch um alles. Und ja, daraus müssen wir lernen, dass wir selbst in solchen Spielen auch alles reinschmeißen und den Sieg wollen“, so der DFB-Star, der in den anderen Vorrundenspielen bereits Treffer erzielte.
Nicht zuletzt zeigte sich auch der WM-Sieger von 2014 und aktueller ARD-Experte, Bastian Schweinsteiger, enttäuscht von der Leistung: „Mit dem Ball erwarte ich mehr Klarheit und Dominanz. Wir sind nicht Weltspitze, wir sind aber auch nicht schlecht.“ Vor allem gegen „robuste Gegner“ sieht Schweinsteiger noch Steigerungspotential.
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