Deutsche Frauen besonders betroffen: Geburtenrate sinkt weiter auf 1,35 Kinder
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Die Geburtenrate in Deutschland ist erneut gesunken. Im Durchschnitt bekam eine Frau 2024 gerade einmal 1,35 Kinder, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Zahl hat sich damit im Vergleich zu 1,38 Kindern in 2023 erneut verschlechtert.
Waren es 2023 noch 692.989 Neugeborene, sank der Wert im vergangenen Jahr auf 677.117. Der Rückgang ist damit nicht so gravierend wie in den Vorjahren. 2022 und 2023 war der Wert im Vergleich noch um sieben Prozent beziehungsweise acht Prozent gesunken.
Bezieht man sich nur auf Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit, sind die Zahlen dennoch alarmierend. Hier waren es gerade einmal 1,23 Kinder. Zuletzt wurde ein solch niedriger Wert im Jahr 1996 gemessen – als die Zahl bei 1,22 Kindern lag.
Abwärtstrend ist bundesweit spürbar
Der Abwärtstrend zeigt sich in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang hat jedoch Thüringen zu verzeichnen. Im ostdeutschen Bundesland sank die Ziffer um satte sieben Prozent – von 1,33 auf 1,24 im Jahr 2024. Baden-Württemberg verzeichnete den geringsten Rückgang. Hier sank der Wert lediglich um ein Prozent auf 1,39. Die Zahlen offenbaren auch Differenzen zwischen den alten und neuen Bundesländern. Im Osten ist die Geburtenziffer mit 1,27 Kindern deutlich geringer als im Westen mit 1,38 Kindern pro Frau.

Bei ausländischen Frauen liegt die Geburtenrate deutlich über dem bundesdeutschen Trend
Deutlicher Unterschied bei ausländischen Frauen
Einen deutlichen Unterschied bei der Geburtenrate gab es bei ausländischen Frauen. Sie gebaren 2024 1,84 Kinder und damit deutlich mehr als die deutschen Frauen. Allerdings ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen. Seit 2017 sinkt der Wert hier aber ebenso stetig, damals waren es noch 2,15 Kinder.
Das Durchschnittsalter von Frauen bei einer Geburt hat sich aber kaum verändert. Es schwankt seit 2021 um das aktuelle Alter von durchschnittlich 31,8 Jahren. Bei Männern bleibt der Wert mit 34,7 Jahren konstant. Für das erste Kind liegt der Wert knapp darunter: 30,4 Jahre waren es bei den Damen, bei den Herren sind es 33,3 Jahre.
Deutschland ist nicht der einzige europäische Staat mit sinkenden Geburtenraten. 2023 lag der Durchschnitt für alle 27 EU-Staaten bei durchschnittlich 1,38 Kindern. Im Vergleich: Zehn Jahre früher waren es noch 1,51 Kinder. Die höchste Geburtenrate gab es 2023 in Bulgarien mit 1,81 Kindern, die niedrigste in Malta und Spanien mit jeweils 1,06 beziehungsweise 1,12 Kindern.
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